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Schalk zeigt den Fans den Stinkefinger
Aus Sport-Clip vom 26.10.2019.
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Livespiel Servette - YB Servette: Ein Exploit gegen das «Mittelfinger-Gefühl»?

Furios in die Saison gestartet, liegt der letzte Servette-Sieg über 2 Monate zurück. Ausgerechnet jetzt kommt YB.

Als Servettes Alex Schalk nach seinem Führungstreffer im «Derby du Rhône» den heimischen Sion-Fans den Mittelfinger entgegenstreckte, konnte es ihm noch nicht bewusst sein: Dass diese Geste am Ende der Partie das kollektive Teamgefühl der Genfer widerspiegeln würde. Einmal mehr war der Aufsteiger die bessere Equipe gewesen, wieder war der Lohn ein bescheidener.

So musste Trainer Alain Geiger im Interview nicht zum ersten Mal einen vermeidbaren, folgenschweren Fehler erklären (Sions Ausgleich war per Penalty gefallen). Anschliessend meinte er in einem Anflug von Resignation: «Wir haben das Optimum herausgeholt. Unsere Klasse reicht nicht, um ein 1:0 über die Zeit zu bringen.»

Live-Hinweis

Die Partie Servette - YB können Sie am Sonntag ab 15:40 Uhr live auf SRF zwei und in der Sport App mitverfolgen. Ab 18 Uhr zeigen wir im «Super League – Goool» alle Tore und wichtigen Szenen der 13. SL-Runde.

Womit sich auch die Frage stellt, in welche Richtung sich die mit vielen Vorschusslorbeeren bedachten «Grenats» orientieren (müssen). Die spielerische Klasse ist den Teams der unteren Hälfte in der Zwei-Klassen-Gesellschaft Super League mindestens ebenbürtig. Andererseits liegt man nach Budget und Marktwert auf einem Abstiegsrang. Nach furiosem Saisonstart gab es zuletzt noch 3 Punkte in 6 Partien, dazu das Cup-Out gegen GC. Über 2 Monate ist der letzte Sieg her.

... und dann kommt YB

Just in dieser Phase der Ungewissheit gastiert Leader YB im Stade de Genève. 7 Pflichtspielsiege de suite und ein Torverhältnis von 23:6 lassen die Berner Brust noch breiter anschwellen. Mut macht aus Genfer Sicht, dass das 1:1 in der 1. Runde in Bern zu den stärksten Auftritten der Servettiens gehörte. Und ganz unoptimistisch ist Geiger dann doch nicht: «Ich weiss und spüre, dass nicht viel fehlt. Wir brauchen Zeit, dann wird unsere Arbeit Früchte tragen.»

Eine Niederlage gegen den Meister wird man Geiger in Genf verzeihen. Gibt es indes 6 Tage später in Luzern keine Punkte, droht das «Mittelfinger-Gefühl» beim SFC ein chronisches zu werden.

Sendebezug: SRF zwei, Super League – Goool, 27.10.2019, 18 Uhr

8 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Ehrensperger  (LuckyLuke)
    Servette tut der obersten Liga sowas von gut, ich hoffe sie können sich halten. Das abwechslungsreiche Offensivspiel bereichert die schweizer Fussballfelder. Jetzt fehlt noch das Glück und vielleicht etwas die Coolness, keine fatalen Fehler zuzulassen. Dann müssen sich auch Clubs wie YB und Basel wieder warm anziehen! Allez les grenats!
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    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Ehrensperger, von abwechslungsreichem Offensivspiel zu sprechen ist bei nur 14 Toren in 12 Spielen ziemlich gewagt. Und wenn das eine Bereicherung sein sollte, wäre der Schweizer Fussball arm dran.
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    2. Antwort von René Ruf  (RenéR)
      @Herr Graf Das Offensivspiel beinhaltet nicht "nur" die Torerfolge, wie Sie es einordnen. Zudem, Statistiken sagen lange nichts alles aus. Servette ist eine Bereicherung in der Super League & tut dem Schweizer Fussball gut.
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  • Kommentar von daniel schulz  (Alfonso)
    Wie läuft eigentlich die Verteilung der live-Sonntagsspiele? Kann es sein, dass zum x-ten mal ein yb- Spiel gezeigt wird, obwohl das nur die Wenigsten interessiert?
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    1. Antwort von SRF spprtmultimedia (SRF)
      Guten Tag

      Hier die Antwort auf Ihre Frage betreffend «Super League – Auswahl der Spiele»:

      Die Übertragungsrechte für die Fussball-Super-League wurden von Teleclub (Cinetrade/Swisscom) erworben, die SRG konnte sich in einem Subvertrag eine Anzahl Livespiele sichern. In diesem Subvertrag ist geregelt, dass SRF nur ein Spiel pro Runde live zeigen darf und dieses findet jeweils in der Regel am Sonntag um 16 Uhr statt. Die Auswahl dieses Spiels erfolgt nach einem recht komplizierten Prozedere, die Partien müssen u.a. immer ein Vierteljahr vorher festgelegt werden und mit den übrigen Unternehmenseinheiten der SRG, also dem Tessiner und Westschweizer Fernsehen abgesprochen werden. Zudem muss von jedem Super-League-Klub mindestens einmal ein Heimspiel gezeigt werden, um nur die wichtigsten Bestimmungen zu nennen. Von den restlichen Partien zeigt SRF Zusammenfassungen in seinen Sportsendungen und auf www.srf.ch/sport.
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    2. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Schulz, soweit ich es sehen kann, wurden/werden bis heute in 13 Runden alle Clubs der Super League auf SRF je 3 oder 2 Mal live gezeigt. Eine Bevorzugung von YB ist nicht auszumachen. Davon abgesehen, interessiert wohl YB als souveräner Meister der letzten zwei Saisons und aktueller Leader wohl mehr Leute als "nur die Wenigsten". Oder umgekehrt gefragt: Welches Team soll denn nach Meinung der Mehrheit öfters (als z.B. YB) gezeigt werden?
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    3. Antwort von Rolf Wysshaar  (Seeländer)
      Etwa Zürich? Wie man an den Zuschauerzahlen im Stadion sieht, interessiert das in der grössten Stadt der Schweiz, selbst nur wenige Zürcher, die Restschweiz sowieso nicht.
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  • Kommentar von Ueli Egli  (Skul)
    Bisschen überspitzt... so wie ich das sehe, ist das der Zeigefinger.
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