Zum Inhalt springen
Inhalt

Pechvogel Maisonnial Wegen Goalie-Patzer: Sion bereits wieder im Fokus

Die Super League 2018/19 hat kaum begonnen, schon sorgte der FC Sion wieder für Unterhaltung auf allen Ebenen.

Legende: Video Mihajlovic trifft nach Riesenpatzer von Maisonnial abspielen. Laufzeit 00:38 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.07.2018.

Kurz vor dem sportlichen Auftakt des FC Sion zu Hause gegen Lugano hatte Christian Constantin die Öffentlichkeit darüber informiert, dass sämtliche Journalisten der Walliser Zeitung Le Nouvelliste der Zutritt ins Tourbillon verweigert würde. Grund dafür seien die inakzeptablen Kommentare des dortigen Chefredaktors über seinen Klub, begründete Sions Präsident.

Fassungslosigkeit, Kopfschütteln, aber auch Amüsement einmal mehr. Dass umgehend eine dermassen bittere Episode folgen würde, wie sie Anthony Maisonnial schrieb, dafür konnte Christian Constantin für einmal nichts.

So ein Tor habe ich in meiner ganzen Karriere noch nie gesehen
Autor: Maurizio JacobacciSion-Trainer

Maisonnial, der 20-jährige neue Goalie, der ohne Matchpraxis von Saint-Etienne ins Wallis gekommen war, erlebte einen Horror-Einstand, wie man ihn sich seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. Nach 233 Sekunden liess sich der junge Franzose beim 1:2 gegen Lugano von einem Befreiungsschlag aus gut 80 Metern überlisten, ähnlich wie es 2005 Pascal Zuberbühler in einem Länderspiel gegen Zypern passiert war.

Legende: Video Zuberbühlers Patzer gegen Zypern abspielen. Laufzeit 00:55 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.07.2018.

«So ein Tor habe ich in meiner ganzen Karriere noch nie gesehen», sagte Jacobacci hinterher. Vorwürfe machte dem Goalie aber keiner, vielmehr hatten Trainer und Teamkollegen Mitleid und versuchten ihn aufzubauen.

«Das kann jedem passieren und schmerzt sehr. Es ist wichtig, dass wir ihn nun unterstützen. Die Verteidiger vor ihm waren auch nervös und nicht ohne Fehler», so Jacobacci. Bei Pajtim Kasami klang es ähnlich: «Kann passieren.»

Zugleich fragt man sich, ob Maisonnial den Schnitzer ohne negative Folgen für seine Karriere übersteht, gerade in Sion bei Constantin. Als Germano Vailati im Februar 2008 gegen St. Gallen einen Corner direkt ins Tor passieren liess, kostete ihn das umgehend den Stammplatz. Wenige Monate später zog er weiter nach Frankreich zum FC Metz.

Legende: Video Weller versenkt einen Eckball gegen Vailati abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.07.2018.

Sendebezug: SRF zwei, «super league goool», 22.07.2018, 18:30 Uhr.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Franco Caroselli (FrancoCaroselli)
    Das ist kein Flop, sondern das Risiko eines Torhüters der heutigen Zeit. Früher war ein Libero da, und der Torwart stand zeitweise 90 min zwischen den Pfosten und lehnte sich aus langeweile daran. Heute spielt ein Torhüter mit und rückt zeitweise bis zu Mittellinie vor. So gibt es von Zeit zu Zeit Tore von der Verteidigungshälfte des Gegners. Von einem Bock oder Flop zu reden finde ich falsch.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von pius winiger (süsse maus)
    Hier wird hauptsächlich von Missgeschick des Goalies berichtet, was vom sportlichen Standpunkt aus gesehen in Ordnung ist. Jedoch müsste ein viel wichtiger Skandal reklamiert werden. Nachdem CC letzte Saison Fringer wegen negativer Kritik physisch angriff (wobei Fringer unbegreiflicherweise keine privatrechtliche Klage einreichte...), verfolgt CC erneut seine mittelalterliches Rechtsauslegung & behindert die freie Meinungsfreiheit durch Ausschluss von Journalisten der Zeitung Le Nouvelliste!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Mir passieren solche Torwartfehler in letzter Zeit zu oft! Wetten? Ich finde es sowieso stossend das Wettfirmen Werbung machen im Fussball!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen