Zum Inhalt springen

Super League Sion mit dem Lucky Punch

Sion hat in der 27. Runde gegen Thun viel Aufwand betreiben müssen. Dank ihrer Hartnäckigkeit bis zum Schluss drehten die Walliser die Partie in ein 2:1.

Vorbei war die Leichtfüssigkeit: Nach dem 6:0-Torfestival gegen Lugano am letzten Sonntag traf Sion gegen den FC Thun wieder auf einen ganz anderen Widerstand. Mit diesen gesteigerten Anforderungen kamen die Walliser anfänglich nicht zurecht.

Die Berner Oberländer übernahmen das Spieldiktat und gingen folgerichtig in der 19. Minute in Führung. Simone Rapp schloss ein Zuspiel von Ridge Munsy, der bei seiner Vorarbeit im Strafraum viel Durchsetzungsvermögen bewiesen hatte, souverän ab.

Eine Frage der Zeit

Den Sittenern blieb reichlich Zeit, um auf den frühen Rückstand zu reagieren. Die Resultatkorrektur zeichnete sich auch aus diesen Gründen ab:

  • Nach einem zunächst blassen Auftritt in der Offensive gegen gut organisierte Gäste spürte die Elf von Trainer Didier Tholot unmittelbar vor der Pause Aufwind. Die Abschlussversuche von Ebenezer Assifuah und Theofanis Gekas trugen zwar keine Früchte, waren aber ermutigend für die Fortsetzung.
  • Ab der 42. Minute vermisste der FCT schmerzlich seinen Captain Dennis Hediger, der nach einem Tritt in den Oberkörper ausgeschieden war. Doppelt bitter: Ersatz Nicola Sutter konnte bereits nach der Pause nicht mehr mittun: Wegen einer Bänderverletzung musste er Sven Joss Platz machen.
  • Die Platzherren kamen mit Schwung aus der Kabine. Nach einer weiteren vergebenen Doppelchance holten sie Verpasstes nach: Vincent Sierro drückte aus knapp 20 Metern aus vollem Lauf ab (49.) und feierte seine Torpremiere in der Super League.

Vorteil Sion im Kampf um die internationalen Plätze

Thun wirkte ob dem Ausgleich gehemmt, konnte sich aber nochmals vom Rückschlag erholen. Es durfte darum bereits auf einen Punkt spekulieren, machte damit die Rechnung aber ohne den Gegner. Denn Sion gelang, kaum war die Nachspielzeit angelaufen, dank Geoffrey Bia der Lucky Punch. Vor einer Woche hatte noch das Saibene-Team gegen GC einen solchen Coup gelandet.

Mit dem späten 2:1 Sieg konnte der Tabellenvierte im Kampf um die Europacup-Plätze einen direkten Kontrahenten zurückbinden.

Sendebezug: Radio SRF 3, Live-Einschaltungen, 10.04.2016, ab 14:00 Uhr

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bernd, Müller
    Nach dem aberkannten korrekten Treffer gegen Luzern bereits wieder eine Fehlentscheidung zu Ungunsten des FC Thuns. Ich finde da könnte man mit den Unparteiischen schon etwas schwerer ins Gericht gehen. Auch die nicht unwichtigen Fouls an Hediger und dessen Ersatz an Sutter werden nicht mal erwähnt. Dass damit das in der ersten Hälfte erfolgreich funktionierende Thuner System komplett sabotiert wurde, liegt auf der Hand. Aber ja, ist schon okay, Thun ist unterschätzt immer am stärksten..!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen