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Super League Streller: «Ich wollte als Stammspieler abtreten»

Marco Streller hat an der Medienkonferenz zu seinem Rücktritt keinen Zweifel daran gelassen, dass er sich seinen Entscheid sehr gut überlegt hat. Er habe unbedingt als Stammspieler abtreten wollen, so der Basler Captain.

Der Entschluss, seine bewegte und äusserst erfolgreiche Karriere zu beenden, ist bei Marco Streller im Trainingslager in der Winterpause gereift. Er sei schon lange auf der Suche nach dem richtigen Moment zum Aufhören gewesen, so Streller vor versammelter Medienschar in Basel. Der FCB-Captain liess keinen Zweifel daran, dass er sich seinen Rückzug vom Profi-Fussball sehr gut überlegt hat: «Ich war mir ganz klar in diesem Entscheid».

Zweifel an sich selbst

Vor dem Hintergrund seiner Vertragsverlängerung im Herbst und seinen immer noch überragenden Leistungen auf dem Platz hatte Strellers Rücktritts-Ankündigung am Donnerstagabend so einige stark überrascht.

Legende: Video Streller: «Entscheid reifte im Trainingslager» abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 06.03.2015.

Wie die Basler Integrationsfigur verriet, hatte sie sich zuletzt aber immer stärker selber hinterfragt. «Als Stürmer ist 34 ein hohes Alter. Und ich bin nicht 100 Prozent überzeugt, dass ich auch nächste Saison noch voll dabei sein kann», so Streller.

Es sei ihm unglaublich wichtig gewesen, im Vollbesitz seiner Kräfte abzutreten. «Ich wollte unbedingt als Stammspieler meine Karriere beenden. Nicht auf der Ersatzbank. Das wäre nicht ich.»

Zeichen über einen Verbleib im Klub verdichten sich

Über seine berufliche Karriere nach dem Profisport hat sich die Stürmer-Ikone derweil noch keine Gedanken gemacht. «Jetzt werde ich zuerst lange Ferien mit der Familie machen. Das hat sie verdient», so Streller mit einem Lächeln.

Vieles deutet aber daraufhin, dass er dem FC Basel in einer anderen Funktion erhalten bleiben wird: «Ich und Bernhard (Heusler – FCB-Präsident, Anm.d.Red.) sind beide an einer Lösung interessiert, wie genau aber, darüber haben wir uns noch nicht unterhalten.»

Legende: Video Streller tritt zurück abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 06.03.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 05.03.15, 20:55 Uhr

11 Kommentare

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  • Kommentar von Kai Gloor, Einsiedeln
    Ich freue mich schon auf das letzte Heimspiel. Gänsehaut vom feinsten wird es geben. Danke Marco Streller für diese unglaubliche Treue und Einsatz!
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Mit Streller geht einer der letzten Spieler, der Clubtreue kennt und als Identifikationsfigur tauglich ist. Junge wie Shaqiri, Xhaka und Co. sind vor allem durch ein gut entwickeltes Ego aufgefallen. Auch die Äusserung, dass sie bei erster Gelegenheit zur Nati des Kosovos wechseln würden, zeigt die Unterschiede zu Persönlichkeiten wie Streller. Steller wirkt schlacksig und immer etwas ungelenk, aber in Wahrheit ist er technisch hervorragend und durchsetzungsstark. Ein Grosser geht.
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    1. Antwort von Heinrich, Wil
      Shaqiri hat als Profi zwei Clubwechsel hinter sich und G. Xhaka einen einzigen. Sie haben also nicht häufiger gewechselt als Streller in jungen Jahren. Sie haben auch nie gesagt, bei erster Gelegenheit zur Nati Kosovos zu wechseln. Den Abschied Strellers zum Anlass zu nehmen, junge Schweizer Nati-Spieler, die im Ausland - anders als damals Streller - zu Stammspielern geworden sind, ohne triftigen Grund schlecht zu machen, hat mit Fairness und Sportsgeist nichts zu tun.
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    2. Antwort von Raffi, asap
      Klubtreue nennen Sie das Hr.Passant. Streller war einfach nicht gut genug sich in einer stärkeren internationalen Liga durchzusetzen. Siehe Vfb. Und auch in der Nati oft ungenügend. Und in der Schweiz war Er ja schon beim Klub der am meisten bezahlt. Wohin also wechseln Hr. Passant.
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    3. Antwort von Stephan will auch kommentieren, Effi
      Würden Sie sich mal die Statistik von Marco Streller - also gespielte Minuten geteilt durch geschossene Tore anschauen, würden Sie sehen, dass Marco absolut bei den besseren war. er schlägt Mario Gomez - hochgelobt im Club und in der Nationalmannschaft. Die effektive Anzahl war tiefer - Gomez hat aber auch länger in der Buli gespielt...
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  • Kommentar von YB forever, Wankdorf
    Zuerst war er ein junger wilder Rohdiamant. Dann wurde er zum geschliffenen und international beachteten "Knipser" und "Kopfballungeheuer". Und in den letzten Jahren - nicht minder gefährlich im Abschluss - wurde er, stets mit einer kleinen Prise Humor und Schlitzohrigkeit, gar zum Vorbild punkto Einsatz, Fairness und Sportsgeist auf dem Platz. Hut ab und alles Gute im weiteren Leben, Marco Streller!
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    1. Antwort von Fabio Del Bianco, Spiez
      @YB forever, Wankdorf: Danke für die treffenden und netten Worte von einem fairen YB Fan. Sie haben alles gesagt, was es zu Marco Streller zu sagen gibt. FCB4ever
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    2. Antwort von YB forever, Wankdorf
      @Fabio Del Bianco, Spiez: Es gäbe sogar noch mehr Lobenswertes über Marco Streller zu berichten. Nur, Stürmern sollte man im Allgemeinen bekanntlich nicht allzu stark auf die Schulter klopfen, so lange sie noch aktiv sind, sonst fallen sie ganz leicht hin...;-)
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