Vaduz ist kaum mehr zu retten

Vaduz muss die Challenge League, Lugano darf die Europa League planen – so lautet das Fazit nach dem 2:1 Luganos gegen die Liechtensteiner in der 34. SL-Runde.

Video «Vaduzer Abstieg so gut wie besiegelt» abspielen

Zusammenfassung Lugano - Vaduz

6:41 min, aus sportaktuell vom 20.5.2017
  • 2 Runden vor Schluss liegt Vaduz 6 Punkte und 23 Tore hinter dem neuntplatzierten Lausanne.
  • Im Cornaredo sorgen Sadiku und Mariani für die Lugano-Tore.
  • Die Tessiner sind neu Dritter und damit im Minimum in der Europa-League-Quali.

Noch ist Vaduz mathematisch nicht abgestiegen. Aber der Strohhalm ist 2 Runden vor Schluss derart dünn geworden, dass er kaum noch greifbar ist. Die Liechtensteiner müssten auf Lausanne, das gegen Thun zu einem 0:0 kam, nicht nur 6 Punkte, sondern auch 23 Tore aufholen. Will heissen: Lausanne müsste zweimal 0:6 verlieren und Vaduz zweimal 6:0 gewinnen. Mehr als unrealistisch.

Von Vaduz kommt zu wenig

Vaduz spielte im Cornaredo lange Zeit wie ein Absteiger. In der 1. Halbzeit resultierte kein einziger Torschuss. Einzig zwischen der 50. und 75. Minute kamen die Gäste einige Male gefährlich vor das Lugano-Tor. Letztlich war es aber schlicht zu wenig, was die Mannschaft von Trainer Roland Vrabec im Tessin zu bieten hatte.

Armando Sadiku bejubelt sein Tor gegen Vaduz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lugano ist weit mehr als nur Alioski Armando Sadiku traf im 14. Spiel für die Tessiner bereits zum 9. Mal. Keystone

Für die Lugano-Treffer sorgten Armando Sadiku mit einem Kopfball aus 11 Metern (16.) sowie Davide Mariani nach einem schnellen Gegenangriff (81.). Für Sadiku war es schon das 9. Tor im 14. Spiel. Vaduz' Ehrentreffer fiel erst in der Nachspielzeit.

Lugano neu auf Platz 3

Während Vaduz dem Abstieg entgegen blickt, ist die Gefühlslage bei Lugano komplett anders. Mit nunmehr 50 Punkten stehen die Südschweizer auf dem 3. Platz der Super League. Sie werden damit in der kommenden Saison mit Sicherheit europäisch spielen, da sie nicht mehr auf Platz 6 zurückfallen können.

Im schlechteren Fall steigt Lugano frühzeitig in der EL-Quali ein. Sollten die Tessiner auch zum Saisonende Dritter sein und Basel den Cupfinal gewinnen, stünde Lugano gar direkt in der EL-Gruppenphase.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 20.5.17, 21:45 Uhr