Wer sitzt auf dem Schleudersitz, wer nicht?

Am Samstag startet die Rückrunde in der Super League. Im Fokus stehen dabei einmal mehr auch die Trainer. Bei 3 Klubs gibt es 3 unterschiedliche und interessante Ausgangslagen.

FCB-Präsident Bernhard Heusler und Trainer Urs Fischer an einer Pressekonferenz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Geht die Zusammenarbeit über die aktuelle Saison hinaus? FCB-Präsident Bernhard Heusler und Trainer Urs Fischer. Keystone

FC Basel – Die Geheimnisvollen

  • Die Champions League war enttäuschend
  • Man überwintert erstmals seit 2009 nicht europäisch
  • Wie sicher sitzt Coach Fischer im Sattel?

Heusler zur Trainerfrage

0:16 min, vom 1.2.2017

Wohl am undurchsichtigsten präsentiert sich die Trainer-Situation beim FC Basel. Reicht Urs Fischer der Gewinn der Meisterschaft und ein möglicher Triumph im Schweizer Cup für einen neuen Vertrag Ende Saison? Leise Zweifel sind mit Sicherheit angebracht. Gemäss Präsident Bernhard Heusler ist bereits alles geklärt: «Wir haben abgemacht, wie es weitergeht.» Für alle Nichteingeweihten bleibt weiterhin alles offen.

FC Thun – Die Optimisten

  • Der FCT steckt im Tabellenkeller fest (Platz 9, punktgleich mit Schlusslicht Vaduz)
  • Die finanzielle Lage ist seit längerem schwierig
  • Trainer Saibene verlässt den Klub Ende Saison, bleibt aber bis dann im Amt (zumindest ist das der Plan)

Gerber zur Thuner Variante

1:03 min, vom 1.2.2017

Am 13. Januar wurde bekannt – mitten in der Vorbereitung für die Rückrunde –, dass Jeff Saibene Ende Saison das Traineramt beim FC Thun niederlegt. Ein unüblicher Zeitpunkt, umso mehr als sich Thun mitten im Abstiegskampf befindet. Dennoch entschied sich der Vorstand gegen einen vorzeitigen Trainerwechsel. Sportchef Andres Gerber hat keine Zweifel an der Integrität Saibenes: «Wir sind alle überzeugt, dass es gut ist so.»

FC Vaduz – Die Realisten

  • Vaduz ist Letzter (Platz 10, punktgleich mit Thun)
  • Der Klub kennt Abstiegskampf
  • Giorgio Contini geniesst volles Vertrauen

Vaduz befindet sich einmal mehr im Abstiegskampf. Ein Grund zur Unruhe? Nein, denn das Team aus dem «Ländle» kennt seine Limiten ganz genau. Die Liechtensteiner wissen, wie man um den Klassenerhalt kämpft. In beiden bisherigen Saisons seit dem Wiederaufstieg 2013/14 rettete sich Vaduz erst am letzten (2015/16) respektive vorletzten (2014/15) Spieltag. Der Trainer hiess schon damals Giorgio Contini. Dementsprechend steht ein Trainerwechsel bei Vaduz nicht zur Diskussion. «Wir lassen uns nicht unter Druck setzen», so die Message von Sportchef Bernt Haas.

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Haas: «Wir brauchen diese Ruhe»

1:27 min, vom 1.2.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 30.01.2017, 22:20 Uhr