Wiss: «Habe noch kein Heimweh»

Das Spiel in Luzern ist für den Neo-St. Galler Alain Wiss eine ganz besondere Affiche. Bei den Innerschweizern hatte der 24-Jährige seine Karriere lanciert, ehe er in diesem Sommer erstmals eine neue Herausforderung suchte.

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Alain Wiss über seinen Wechsel zu St. Gallen

1:52 min, vom 11.8.2015

«Ich hatte Bedenken, weil es mein erster Wechsel war», gibt Alain Wiss unumwunden zu. Der 24-Jährige spielte seit den D-Junioren beim FC Luzern und gab vor 8 Jahren sein Debüt in der 1. Mannschaft der Innerschweizer.

Weil er das Vertrauen von Sportchef Rolf Fringer nicht mehr spürte, entschloss sich Wiss im Sommer zu einem Wechsel – und landete beim FC St. Gallen. Wurden seine Bedenken hinsichtlich des Transfers schnell zerstreut («das Team hat mich super aufgenommen»), gibt es noch ein paar andere Punkte, worüber sich Wiss Gedanken macht.

  • Die neue Umgebung: Eine eigene Wohnung hat Wiss mittlerweile gefunden. Heimweh habe er noch keines, aber es könne durchaus vorkommen, dass er seine Eltern, die Freundin oder die Kollegen vermisse, «vor allem wenn ich alleine zuhause bin».
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    Die neue Position: Bei Luzern wurde Wiss vornehmlich als defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt. Bei St. Gallen spielt er nun in der Innenverteidigung. «Das ist keine riesige Umstellung. Der Trainer weiss, dass ich das kann», sagt Wiss.
  • Den durchzogenen Saisonstart: Mit 4 Punkten aus 4 Spielen liegt St. Gallen nur auf Platz 7. «Wir konnten bislang mit jedem Gegner mithalten», sagt Wiss, «aber es ist so: Im Endeffekt fehlen uns nun 3 bis 4 Punkte».
  • Die Rückkehr nach Luzern: Es ist kein Geheimnis, dass sich die beiden Fanlager nicht gerade wohlgesinnt sind. So habe es auch nicht nur positive Reaktionen auf seinen Wechsel zu St. Gallen gegeben, meint Wiss. Auch wenn sich die Lage mittlerweile beruhigt habe, «muss ich mich darauf einstellen, dass ich ausgepfiffen werde». Trotzdem freue er sich sehr auf seine Rückkehr: «Das wird sehr emotional.»

Immerhin muss sich Wiss keine Gedanken über die Wertschätzung seines neuen Trainers machen. Jeff Saibene ist voll des Lobes für den Neuzugang: «Er ist bodenständig, hat Erfahrung, übernimmt Verantwortung und hat sich sofort für einen Platz im Team empfohlen.» Mit der nötigen Rückendeckung dürfte es Wiss wohl leichter fallen, sich auf die schwierige Aufgabe in Luzern zu konzentrieren.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin, 12.8.15, 07:00 Uhr