YB hofft auf «Allzweckwaffe» Gerndt

Die Berner Young Boys eröffnen die Rückrunde in der Super League am Samstag mit dem Gastspiel in Luzern. Coach Uli Forte kann endlich wieder auf Alexander Gerndt zählen, der nach einem Jahr Verletzungspause wieder fit ist.

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Alexander Gerndt vor der Rückrunde

3:25 min, aus sportaktuell vom 30.1.2015

Acht Punkte liegt das drittplatzierte YB hinter Leader Basel zurück. In Bern glaubt deshalb niemand ernsthaft an den ersten Meistertitel seit 1986. Weil man im Cup an Buochs scheiterte, geniesst die Super League für das Team von Coach Uli Forte dennoch höchste Priorität. Das Duell in den Sechzehntelfinals der Europa League gegen Everton ist nicht mehr als ein Zückerchen für die leidgeprüften Fans.

Eine lange Leidenszeit hat auch Alexander Gerndt hinter sich. Am 8. Februar 2014 grätschte Basels Puncher Taulant Xhaka den Schweden um, seither hat der 28-Jährige kein Spiel mehr bestritten. «Das war unglücklich», sagt Gerndt lächelnd. Am kommenden Samstag, 364 Tage nach seiner Knöchelverletzung, könnte er beim Rückrunden-Start gegen Luzern wieder auflaufen. Gerndt steckt seine Ziele tief. «Ich will einfach nur ein Spiel bestreiten», erklärt er.

Forte voll des Lobes

Trainer Forte ist überglücklich, dass Gerndt wieder zurück ist. Mit Yuya Kubo, Samuel Afum und Guillaume Hoarau hat der Zürcher im Angriff nun wieder wesentlich mehr Optionen. Die sei «ein Luxus», sagt Forte. Wie ein Transfer fühle sich seine Rückkehr an. Denn Forte weiss, was er am polyvalenten Gerndt hat. «Er kann überall spielen, auf der 9er-Position, der 10 und auf der Seite wie bei Utrecht. Er ist eine Allzweckwaffe», schwärmt Forte.

Wie lange es braucht, bis Gerndt wieder der Alte wird, ist unklar. «Er war auf einem Topniveau, als er in Basel verletzt wurde. Jetzt muss er wieder dorthin zurückkehren», sagt Forte.

Der Schwede schiebt deshalb Extraschichten, was ihm aber nichts ausmacht. Die Arbeit mit dem Ball und die Zeit mit den Teamkollegen hat er schmerzlich vermisst.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell vom 30.01.2015, 22:20 Uhr