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Super League YB: (K)rien(s) ne va plus?

Bei den Berner Young Boys geht aktuell wenig bis gar nichts. Nach der Schlappe gegen Lugano musste Captain Steve von Bergen gar bei den wütenden Fans ein Versprechen abgeben.

Die YB-Spieler Yuya Kubo, Florent Hadergjonaj und Miguel Castroman nach dem Lugano-Match
Legende: Betretene Mienen Die YB-Spieler Yuya Kubo, Florent Hadergjonaj und Miguel Castroman. Keystone

Die Lage im gelb-schwarzen Lager ist ernst, sehr ernst. So ernst, dass sich Captain Steve von Bergen nach der 0:1-Niederlage gegen Aufsteiger Lugano zu den erbosten YB-Fans begab. Der 32-Jährige versprach per Megafon einen Sieg am Samstag im Cupspiel gegen Kriens. Es gab Applaus vom treuen Anhang.

Von Bergens Versprechen besänftigt die Fans

Unmittelbar nach Spielende hatten die YB-Fans das Team noch mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet. In Anbetracht der kläglichen Chancenauswertung der Spieler von Forte-Nachfolger Harald Gämperle war die Reaktion verständlich.

Legende: Video YB-Fans mit Pfeifkonzert abspielen. Laufzeit 00:08 Minuten.
Aus sportlive vom 12.08.2015.

Es war bezeichnend für den aktuellen Zustand des selbsternannten Titelkandidaten, wie Samuel Afum alleine vor dem Tor ins Leere grätschte und Haris Tabakovic vor Lugano-Goalie Francesco Russo scheiterte. Dass mit Guillaume Hoarau und Alexander Gerndt die gesetzten Stammspieler fehlten, interessiert letztlich auch in Bern niemanden.

Gegen Kriens, den Klub aus der Promotion League, ist definitiv kein weiterer Ausrutscher erlaubt. Das wissen alle Beteiligten. Denn nach 5 Spielen beträgt der Rückstand auf Basel schon empfindliche 9 Punkte. Das angestrebte Ziel – der erste Titel seit 1987 – scheint schon jetzt fast nur noch über den Cup realisierbar zu sein.

Ausgerechnet im Cup muss YB reagieren

Dieser Wettbewerb entpuppte sich in jüngster Vergangenheit jedoch als Schreckgespenst für Gelb-Schwarz. Seit der Saison 2006/07 scheiterte YB im Cup 6 Mal an Unterklassigen. 2013 blamiert man sich gegen Le Mont (damals 1. Liga Prom.), ein Jahr später bedeutete gar Buochs (2.i) Endstation. Dass man die 1. Runde gegen Bavois (1.) nur dank einem Treffer in der Nachspielzeit überstand, unterstreicht die düstere Bilanz.

Von Bergen hat mit seinem Sieges-Versprechen wie ein Roulette-Spieler seinen Einsatz getätigt. Es gibt kein Zurück mehr. Rien ne va plus. Für YB bleibt zu hoffen, dass die Partie in Kriens kein Russisch Roulette wird.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 12.08.2015, 20:00 Uhr

Legende: Video YB vergibt Chance um Chance und verliert gegen Lugano abspielen. Laufzeit 05:16 Minuten.
Aus sportlive vom 12.08.2015.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Fuchs, Bern
    Der Cup ist auch die (negative) Erfolgsbilanz des entlassenen Trainers Uli Forte. Denke, dass dies auch ein Argument für seine Entlassung war. Lugano aber auch Vaduz werden als Aufsteiger von den Medien und den Fans oft als vermeintlich einfach schlagbare Gegner gehandelt, was nicht der Fall ist. Warte jeden Tag gespannt auf die Bekanntgabe des neuen Trainers von YB. Wie wäre es mit Jürgen Klopp, er kennt ja schon schwarz-gelb. Gemperle kann nur eine (möglichst kurze) Ueberganslösung sein
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  • Kommentar von Charly Ball, Zürich
    Jetzt nur nicht nervös werden, YB wird's schon noch schaffen und nicht absteigen.
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  • Kommentar von Joe Schweizer, basel
    Der 'Titelkandidat' hat jetzt schon bereits den grössere Abstand zur Spitze, als sie selbst überhaupt Punkte haben. Naja, mir soll's recht sein.
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