YB: Kein Wort von Meistertitel

Die Young Boys schlagen deutlich leisere Töne an im Vergleich zu anderen Jahren. Vom Meistertitel scheinen sich die Berner schon vor Saisonbeginn verabschiedet zu haben. Ist die neue Bescheidenheit nur Strategie?

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Von Bergen: «Die Mentalität ist eine andere»

0:57 min, vom 20.7.2016

In den letzten Jahren hatte man sich an grosse Worte aus Bern gewöhnt:

«  Wir wollen die Phase 3 zünden. »

Benno Oertig
YB-VR-Präsident im August 2010

«  Ich will den Berner Bären durch den Grizzly ersetzen. »

Christian Gross
YB-Trainer im Juni 2011

«  Unser Saisonziel lautet, einen Titel zu gewinnen: im Cup oder in der Meisterschaft. »

Werner Müller
YB-Präsident im Sommer 2015

Von Grossspurigkeit ist in diesen Tagen nichts mehr zu spüren. Die YB-Verantwortlichen üben sich vor dem Saisonstart in Demut:

  • Sportchef Fredy Bickel: «Ziele sind immer schwierig zu formulieren. Jeder, der eine Meisterschaft antritt, will sie auch gewinnen. Aber wir wissen, dass Basel das Mass aller Dinge ist – diese Saison vielleicht noch mehr als in der letzten. Sieben Meistertitel sprechen für sich. Es müsste alles stimmen, dass wir Basel etwas herausfordern können.»
  • Trainer Adi Hütter: «Ich will nicht zu weit nach vorne schauen. Wir wollen im Cup sicher überwintern und unbedingt in eine Gruppenhase einziehen (CL oder EL, die Red.). Wir sind YB. Ich möchte, dass wir unseren eigenen Weg gehen.»
  • VR-Präsident Hanspeter Kienberger: «Wir halten an der Philosophie fest, junge Talente zu integrieren. Wir haben die U21-Trophy gewonnen. Das ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit.»

Was trauen Sie YB zu?

  • Was trauen Sie YB zu?

  • Den Meistertitel

    32%
  • Rang 2

    44%
  • Rang 3

    14%
  • Keine Platzierung in den Top 3

    9%
  • 2583 Stimmen wurden abgegeben

YB nimmt diese Saison jede Hürde ernst