«Fussballgeschichte geschrieben»: Der Videobeweis feiert Premiere

Für das Debüt der digitalen Schiedsrichterhilfe beim Testspiel zwischen Frankreich und Italien findet Fifa-Präsident Gianni Infantino nur lobende Worte.

Schiedsrichter zeigt die rote Karte. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gehören solche Diskussionen bald der Vergangenheit an? Der Videobeweis könnte den Fussball revolutionieren. Keystone

Italiens Daniele de Rossi köpft im Testspiel den Ball an die Hand des französischen Verteidigers Layvin Kurzawa. Die «Azzurri» reklamieren Handspiel, wollen einen Elfmeter. Der Unparteiische hält kurz inne und entscheidet dann: kein Hands.

«  Wir haben Fussballgeschichte gesehen. »

Gianni Infantino

So geschehen am 1.9.2016, dem Tag, an welchem der Videobeweis Premiere feierte. 2 externe Schiedsrichter sahen sich die Szene am Monitor an und gaben per Funk an den Unparteiischen im Stadion weiter: kein Elfmeter. Gianni Infantino sprach von einem historischen Moment: «Wir haben Fussballgeschichte gesehen. Wir sind im Jahr 2016, es ist Zeit, das auszuprobieren.»

«  Bei Schlüsselsituationen eine Hilfe geben. »

Gianni Infantino

Der Chef des Weltfussballverbandes hofft auf einen Einsatz der Technologie an der WM 2018 in Russland. In dieser Saison werden Tests mit dem Videobeweis auch in nationalen Ligen durchgeführt. «Natürlich können wir nicht alle Probleme lösen, aber lasst uns schauen, ob wir den Schiedsrichtern nicht bei Schlüsselsituationen eine Hilfe geben können, ohne das Spiel zu sehr zu unterbrechen», so Infantino.

Was halten Sie vom Videobeweis?

  • Unbedingt einführen! Beim Fussball geht es um zu viel, als dass Schiedsrichterfehler Spiele entscheiden dürfen.

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  • Bleiben lassen! Der Videobeweis «technologisiert» den Fussball unnötig und stört den Spielfluss.

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