Zum Inhalt springen

UEFA EURO 2016 Anerkennung für die Nati, aber keine Euphorie

Die Schweizer erreichen dank dem 0:0 gegen Gastgeber Frankreich unbesiegt die EURO-Achtelfinals. Welches Echo lösten sie damit in der Presselandschaft aus?

Ausschnitte aus der Tagespresse vom 20. Juni.
Legende: Wohlwollende Worte Ausschnitte aus der Tagespresse vom 20. Juni. SRF
Die Chance gepackt
Autor: NZZ

Die Neue Zürcher Zeitung streicht in ihrer Berichterstattung diesen erfreulichen Fakt hervor: «Die Schweizer hatten sich den Punkt nicht mit einer Abwehrschlacht verdient, sondern mit einer beherzten Vorstellung, bei der auch sie ihren Beitrag leisteten zu einem unterhaltsamen Abend, dem lediglich die Tore fehlten.»

Kurz: Der Nati wird viel Leidenschaft und spielerische Klasse attestiert. Darum geizt die Zeitung nicht mit Lob.

Ins Ziel gearbeitet
Autor: Tages-Anzeiger

Etwas nüchterner titelt die zweite grosse Zürcher Tageszeitung. In ihrer Wahrnehmung hat das Team von Vladimir Petkovic lediglich das Minimalziel an diesem Turnier erreicht. Immerhin: «Das 0:0 ist ein guter Lohn. Es steht für Einsatzbereitschaft und den Willen (...).»

Und dennoch relativiert das Blatt: «Es ist auch ein guter Lohn, weil der Gegner seine Vorteile hat und ein Chancenplus. Die Schweizer verdienen sich das Remis, weil sie auch dann nicht nachlassen, wenn ihnen etwas nicht gelingt, und es gelingt ihnen vor allem in der Offensive herzlich wenig.»

Starke Schweizer bieten Franzosen mehr als nur Paroli
Autor: Berner Zeitung
Pflicht erfüllt, jetzt wartet die ersehnte Kür
Autor: Basler Zeitung

Am Rheinknie schickt man die Nati mit einer zusätzlichen «Prise Selbstvertrauen» in die K.o.-Phase. Denn dort rühmt man die tadellose Mannschaftsleistung gegen «Les Bleus».

Die Basler Zeitung fasst den Abend in Lille wie folgt zusammen: «Ja, die Schweizer hatten Glück, dass sie diesen Match nicht verloren. Ja, sie waren den Franzosen unterlegen – aber nein, es wäre falsch, sie dafür zu kritisieren.»

Ein Exploit ist überfällig
Autor: Die Südostschweiz

Auch für die Südostschweiz ist der 2. Gruppenrang noch kein Grund, um in Euphorie zu verfallen. Denn die Nati habe damit lediglich das Soll erfüllt. «Nun ist aber die Zeit reif für einen Exploit.»

Die Zeitung glaubt aus diesem Grund daran: «Im Vergleich zum Achtelfinal in Brasilien ist die aktuelle Generation seither nicht nur zwei Jahre älter, sie ist auch erfahrener und stärker geworden. Sie hat es drauf. Sie kann das Aussergewöhnliche schaffen, dass sich alle wünschen, und dem Fussball in unserem Land einen Schub in eine noch erfolgreichere Zukunft geben könnte.»

Das grosse Erstaunen über die dürftige Quote an Ballbesitz.
Legende: L'Equipe Das grosse Erstaunen über die dürftige Quote an Ballbesitz. SRF

Zum Schluss noch einen Blick über die Landesgrenzen hinaus zum Nachbarn, dem man ein 0:0 abgetrotzt hat. L'Equipe reibt sich vor allem erstaunt die Augen darüber, dass die Franzosen nur 41,9 Prozent Ballbesitz hatten. Seit September 2014 sei dieser Wert nie mehr so gering gewesen. Und damals hiess in einem Freundschaftsspiel der Gegner auf der anderen Seite Europameister Spanien. Darauf dürften sich clever agierende Schweizer durchaus etwas einbilden.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur EURO in Frankreich

Legende: Video Schweizer trotzen dem Gastgeber ein 0:0 ab abspielen. Laufzeit 5:08 Minuten.
Vom 20.06.2016.

28 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von karin, zug
    Ich schliesse mich den negativen Kommentaren an. Bis jetzt keine überzeugende CH. Am schlimmsten ist der Kommentator aber zum Glück kann man umschalten. Gegen Frankreich war das Fazit : Die Einen (CH) können nicht und die andern ( FR) wollen nicht. So gab es ein sinnloses Geckicke. mit viel Glück wie immer für die CH
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von rdg, Goldau
    Liebe Fans Bitte tretet auf die Euphoriebremse. Man bedenke: Gegen Albanien mit viel Glück ein Remis verhindert. Gegen Rumänien mit einem Sonntagsschuss die Pleite verhindert. Gegen Frankreich 4 Latten/ Pfostenschüsse kassiert. Ich weiss nicht was es hier zu feiern gibt. Im Achtelfinale ist ja sowieso aus.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von tom tundo, lucerna
    Eigentlich hasse ich spiele und vorallem mannschaften welche auf viel ballbesitz aus sind. nun gestern muss ich zugeben habe ich mich gegen ende des spiels immer mehr genervt. die schweiz wollte gar kein tor schiessen. sie unterbrachen jeden möglichen angriff indem sie wieder zurück spielten. pure langeweile. Das ist kein fussball das ist leichtes training. bitte nächstes spiel wieder so wie gegen rumänien. lieber 36 torschüsse als geplenkel!!!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen