Angegriffener Siegenthaler: Knatsch mit Scholl geht weiter

DFB-Chefscout Urs Siegenthaler hat gelassen, aber auch mit Unverständnis und Spott auf die Attacke von ARD-Experte Mehmet Scholl reagiert. Der deutsche Ex-Nationalspieler hat dem Schweizer vorgeworfen, Joachim Löw falsch zu beraten.

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Bildlegende: Stocksauer auf Scholl Urs Siegenthaler. Imago

«Ich weiss nicht, was ich Herrn Scholl getan habe», sagte Siegenthaler der Bild-Zeitung: «Jeder kann erzählen, was er will – frei und unbefangen. Sich so zu äussern, ist Scholls gutes Recht. Ich kenne ihn allerdings persönlich nicht.»

Zur sachlichen Kritik des Ex-Nationalspielers sagte er nur: «Vor 1000 Jahren haben die Menschen die Erde auch nicht als Kugel gesehen.» Er meinte damit offenbar, dass Scholl bei den Entwicklungen des Fussballs nicht auf der Höhe der Zeit ist.

Scholl: Siegenthaler soll morgens liegen bleiben

Scholl hatte den 68-jährigen Schweizer als Fehler-Einflüsterer bei Joachim Löw ausgemacht und vor fast 30 Millionen TV-Zuschauern darüber geschimpft, dass dieser Löw falsche Tipps gebe. «Der Herr Siegenthaler möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen», hatte Scholl gesagt.