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UEFA EURO 2016 Eidur Gudjohnsen, das Vorbild der eigenen Teamkollegen

Den Namen Gudjohnsen kennt in Island jeder. Er steht für Rekorde, Tore und für eine Fussballfamilie mit richtig viel «Stürmerblut».

Zugegeben, bei 330'000 Einwohnern ist es nicht allzu schwer, im ganzen Land berühmt zu sein. Doch den Namen «Gudjohnsen» kennt in Island sogar jedes Kind. Warum?

  • Arnor Gudjohnsen war von 1977-2008 Profifussballer und schoss als Stürmer 14 Tore für die Landesauswahl. Er war unter anderem in Belgien und Frankreich aktiv.
  • Sein Enkel Sveinn spielt ebenfalls als Stürmer und vertritt Island zurzeit auf U19-Niveau.
Gudjohnsen im Duell mit Ronaldinho.
Legende: Als Chelsea-Star (2000-2006) In London empfahl sich Gudjohnsen für Barcelona. Getty Images

Am bekanntesten ist aber Sveinns Vater Eidur Gudjohnsen. Er ist der berühmteste Spieler Islands und eine lebende Fussball-Legende. Der 37-Jährige ist ein Wandervogel und Rekordmann, denn er...

  • ...spielte in seiner Karriere bereits für 16 Klubs in 9 verschiedenen Ländern.
  • ...spielte für die Grossklubs Barcelona und Chelsea. Dadurch erlangte er weltweite Bekanntheit.
  • ...ist der einzige Spieler der Welt, der in einem offiziellen Länderspiel für seinen Vater eingewechselt wurde.
  • ...ist mit 25 Toren Rekordtorschütze Islands.

Mit seinen 37 Jahren ist Gudjohnsen nicht nur der Routinier im Nationalteam, sondern auch das Vorbild. Basel-Spieler Birkir Bjarnason gibt unumwunden zu, dass «er für alle im Team das Idol» war.

Die Ehrfurcht vor Gudjohnsen merkt man Bjarnason an: «Es gibt niemanden in Island, der eine grössere Karriere hatte.»

Gudjohnson im Duell mit Tottenhams Defoe.
Legende: Als Barcelona-Spieler (2006-2009) Mit Messi, Eto'o und Henry gewann er die Champions League. Getty Images

Komplette Karriere – dank EM-Teilnahme

Die Trophäensammlung des Angreifers ist für isländische Verhältnisse beeindruckend. Der Routinier gewann Pokale in Spanien, England und in den Niederlanden, wurde Meister mit Chelsea (2x) und Barcelona.

Der grösste Erfolg war der Champions-League-Sieg 2009 mit «Barça». Islands Qualifikation für die EM in Frankreich sei aber «etwas Spezielles» und ein perfektes Ende für seine Karriere.

EM im Fokus – Karriereentscheid danach

Doch ob er, derzeit bei Molde in Norwegen aktiv, seine Karriere nach der EURO beenden wird, weiss er noch nicht. Vielleicht will er zuerst gar seinen Rekord ausbauen – und in den Farben Islands durch seinen eigenen Sohn ersetzt werden.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung EURO 2016