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UEFA EURO 2016 Gruppe B: Englands neuer Versuch

Englands Trainer setzt auf dem Weg zum EM-Titel auf eine Mischung von Talenten und Routiniers. Hier gibt es weitere Fakten zur Gruppe B, die von Russland und den Debütanten Wales und der Slowakei komplettiert wird.

Rooney dirigiert sein Team.
Legende: Rooney als Leader Der neue Captain will sich voll in den Dienst der Mannschaft stellen. Imago

England: Reif für den Titel?

  • Der Trainer: Roy Hodgson, Nati-Cheftrainer von 1992 bis 1995, coacht seit 1976. In seiner langen Zeit als Trainer trug er auch die Verantwortung für Xamax Neuenburg (90-92) und GC (99-00).
  • Der Star: Nicht nur wegen seinen 7 Toren in der EM-Quali ist Wayne Rooney der Star des Teams. Er ist Captain und das Gesicht der Engländer. Wegen durchzogenen Leistungen bei seinem Klub Manchester United wurden aber Stimmen bezüglich einer Ausbootung laut.
  • Der Abwesende: Das ewige Talent Theo Walcott ragt heraus. Der inzwischen 27-jährige Arsenal-Flügelspieler laborierte lange an einer Verletzung und wurde zu spät wieder fit.
  • Die Geschichte: Mit 8 EM-Teilnahmen zählt die «Heimat des Fussballs» zu den Dauergästen. Der EM-Titel blieb den Engländern jedoch bisher verwehrt. Zweimal war bisher in den Halbfinals Schluss: 1968 und 1996.
  • Die Prognose: Eine gute Mischung aus jungen Stars und Routiniers lässt die Engländer träumen. Wenn die «Three Lions» in Gruppe B zu überzeugen wissen, dann ist Hodgsons Truppe durchaus der Titel zuzutrauen.

Russland: Wundertüte unter Druck

  • Der Trainer: Seinen Vornamen soll Leonid Slutskj zu Ehren von Sowjet-Legende Breschnews erhalten haben. Die eigene Aktivkarriere als Torwart musste er mit knapp 19 Jahren beenden: Slutskj stürzte vom Baum, als er die Katze der Nachbarin retten wollte.
  • Der Star: Stürmer Artjom Dsjuba von Zenit St. Petersburg schoss in der Quali 8 von 21 Toren.
  • Der Abwesende: Trickreich, schnell, starker Schuss. Alan Dsagojew wird als «russischer Ronaldo» betitelt und war einer der Stars der Russen. Doch der Offensiv-Allrounder von ZSKA Moskau verletzte sich Ende Mai und verpasst die EM.
  • Die Geschichte: Für die Russen ist es bereits die 10. EM-Teilnahme. Höhepunkt der russischen Fussballgeschichte war der EM-Titel 1960 – damals allerdings noch als Sowjetunion.
  • Die Prognose: Nach dem glanzlosen Aus in der WM-Gruppenphase 2014 in Brasilien und der zähen Quali ist die K.o.-Phase für Russland Pflicht.

Slowakei: Der Spielverderber

  • Der Trainer: Jan Kozak ist ein alter Hase. Mit der Tschechoslowakei hatte der frühere Mittelfeldspieler an der EM 1980 und der WM 1982 teilgenommen. Dazwischen wurde er in der Tschechoslowakei zum Fussballer des Jahres gekürt.
  • Der Star: Marek Hamsik ist der unbestrittene Star des Teams. Der Napoli-Mittelfeldspieler wird dank seinen herausragenden Leistungen gar mit Real Madrid in Verbindung gebracht.
  • Der Abwesende: Der frühere Bundesligaprofi Robert Vittek steht seinem Nationalteam verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
  • Die Geschichte: Die Slowaken sind seit der Gründung 1992 erstmals an einer EM vertreten. An der WM 2010 erreichte das Team die Achtelfinals.
  • Die Prognose: Im Oktober 2014 bezwang man in der Quali Europameister Spanien. Und der Erfolg an der WM 2010 zeigt, dass das Team ernst genommen werden sollte. Die Slowaken wollen und werden ein Spielverderber sein.

Wales: Der unberechenbare Drache

  • Der Trainer: Chris Coleman verlor sein Wales-Debüt gegen Serbien vor knapp 4 Jahren mit 1:6 (!). Doch der Ex-Nationalspieler arbeitete sich mit seinen Schützlingen Schritt für Schritt aus der Krise heraus und schaffte mit der Qualifikation für die EM Historisches.
  • Der Star: In der Qualifikation war Gareth Bale für Wales unverzichtbar. 7 der 11 Treffer erzielte der Flügel von Real Madrid selber, 2 bereitete er vor.
  • Der Abwesende: Joe Ledley (Crystal Palace) steht zwar im Kader der Waliser, allerdings ist der Mittelfeldmotor nach einem Beinbruch erst auf dem Weg zurück.
  • Die Geschichte: Der bisher einsame Höhepunkt in der langen Geschichte des walisischen Verbandes war die WM-Teilnahme vor 58 Jahren.
  • Die Prognose: Wales läuft vor allem gegen grosse Gegner heiss. Da kommt das Nachbarduell gegen England gerade recht. Wenn Bale zu Höchstform aufläuft, dann ist eine Achtelfinal-Qualifikation möglich.

Sendebezug: Laufende (Vor-)Berichterstattung zur EURO 2016.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    England kann eine grosse EM gelingen. Habe die Three Lions schon lange nicht mehr, so stark eingeschätzt. Bei den Russen kommt es darauf an, ob sie am Spieltag gute oder schlechte Laune haben! Wales ist (zu ?) stark auf Bale angewiesen, und die Slowaken sind das Überraschungsei.
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