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UEFA EURO 2016 Maxims Ausbootung sorgt bei Rumänien für Diskussionen

Beim Schweizer Gruppengegner Rumänien sorgt das EURO-Aufgebot für heisse Köpfe. Vor allem die Nichtberücksichtigung von Stuttgarts Alexandru Maxim wirft Fragen auf.

Alex Maxim fehlt im Aufgebot der Rumänen.
Legende: Tribüne statt EURO Alex Maxim fehlt im Aufgebot der Rumänen. imago

Nationaltrainer Anghel Iordanescu machte es mit seinem definitiven 23-Mann-Kader für die EURO 2016 spannend. Erst am Dienstagabend teilte er seinem Team im Trainingscamp ausserhalb von Bukarest mit, welche 5 Spieler die Reise nach Frankreich nicht mitmachen werden.

Mit seinem Aufgebot sorgte Iordanescu für einigen Gesprächsstoff:

  • Am meisten überrascht die Nicht-Nomination von Stuttgarts Alexandru Maxim.
  • Mit Maxim und Cristian Tanase fehlen zwei Spieler im Aufgebot, die während der Qualifikation beide mit der Nummer 10 aufliefen.
  • Auch Ioan Hora, Topskorer der rumänischen Liga, wurde nicht aufgeboten.

Iordanescu: «Es tut mir leid»

Der Verband gab keinerlei Stellungnahme zum Aufgebot ab. Es seien keine Medientermine geplant, wurde den fragenden Journalisten beschieden. Iordanescu immerhin teilte den betroffenen Spielern sein Bedauern mit. «Es tut mir leid für die 5 Spieler, die nicht mit uns kommen können», so der Trainer. Immerhin könnten sie die Partien in Frankreich dank den vom rumänischen Verband offerierten Tickets als Zuschauer mitverfolgen. Ein schwacher Trost.

Ärger und Frust bei Maxim

Der nicht berücksichtigte Maxim war einer der ersten Spieler, die das Trainingscamp anschliessend verliessen. In einer Reaktion auf Facebook meinte er bedauernd, wie «stolz und vollkommen» es ihn gemacht habe, mit Rumänien die Qualifikation geschafft zu haben. Sein Agent Lucian Marinescu, ehemaliger Nationalspieler und WM-Teilnehmer 1998, äusserte sich direkter: «Alex war verärgert und enttäuscht. Er hat hart gearbeitet und immer alles für Rumänien gegeben.»

An Maxims Stelle wird nun Nicolae Stanciu an der EURO die Nummer 10 der Rumänen tragen.

Sendebezug: SRF zwei, laufende Berichterstattung EURO 2016

Emanuel Rosu arbeitet als Fussball-Journalist für das Portal sport.ro in Bukarest. Der 28-Jährige ist dazu Rumäniens Repräsentant bei der Ballon-d’Or-Wahl. Er berichtet vor und während der EURO in loser Folge für srf.ch/sport.