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Schweizer Nationalmannschaft Mit dem Kopf nicht nur in Frankreich

Granit Xhaka hat seine Zukunft vor der EURO geklärt. Andere Nationalspieler werden sich in Frankreich mit der Situation in ihren Klubs befassen.

Nati-Spieler am Flughafen
Legende: Offene Zukunft Der Transfersommer betrifft auch viele Nati-Spieler. Keystone

Wenn der Nati-Tross am Montag Richtung Montpellier reist, fliegen auch viele ungeklärte Fragen mit. Den Spielern ist es nämlich nicht verboten, während des Turniers über ihre Zukunft zu entscheiden. Gerüchte, Verhandlungen, Transfers: Das halte die Spieler sogar bei Laune, heisst es von Seiten des SFV.

Ein (spekulativer) Blick auf die Situation der Nationalspieler in ihren Klubs:

  • In sicheren Händen:

In diese Kategorie fallen neben dem frisch zu Arsenal gewechselten Granit Xhaka auch Shani Tarashaj (Everton). Xherdan Shaqiri dürfte Stoke nach einer Saison kaum schon wieder verlassen. Genauso ist es bei Roman Bürki (Dortmund). Für die Routiniers Valon Behrami, Gelson Fernandes und Steve von Bergen gibt es keinen Grund für eine Luftveränderung. Nico Elvedi, Fabian Schär und Fabian Frei haben ihrerseits in ihren Klubs noch Entwicklungspotenzial und Verträge bis 2019.

  • Auf dem Absprung:

Dass Breel Embolo Basel diesen Sommer verlässt, gilt als sicher. Der 19-Jährige kokettiert öffentlich mit der Bundesliga. Ricardo Rodriguez besitzt in Wolfsburg einen Vertrag bis 2019, doch auch eine Ausstiegsklausel. Das Tischtuch zwischen Bayer Leverkusen und Admir Mehmedi scheint zerschnitten.

  • Am Scheideweg:

Der Wechsel von Dani Alves zu Juventus ist nur noch Formsache. Nati-Captain Stephan Lichtsteiner hat 2 Optionen (aber eigentlich nur eine): Den bis 2017 gültigen Vertrag zu erfüllen, oder einen neuen Klub suchen. Beim HSV ist Johan Djourou zwar Captain, sein 2017 auslaufender Vertrag wurde aber noch nicht verlängert. Gleiches gilt für Haris Seferovic in Frankfurt, Eren Derdiyok (Kasimpasa) und François Moubandje (Toulouse). Ganz sicher wird sich bei Blerim Dzemaili etwas tun. Der 30-Jährige muss sich entscheiden: Setzt er seine Karriere bei Genoa fort oder strebt er noch einmal einen Wechsel an?

  • Für eine Überraschung gut:

Denis Zakaria klettert die Karriereleiter so schnell hoch, dass die nächste Stufe schon bald erreicht sein könnte. Wird die EM für Michael Lang zur grossen Bühne? Wohl eher nicht. Ein Ausland-Transfer mit 25 Jahren scheint aber durchaus vorstellbar. Marwin Hitz träumt von einem grösseren Klub als Augsburg. Yann Sommer bleibt womöglich auch nicht ewig in Gladbach.

Legende: Video So logiert die Nati während der EM abspielen. Laufzeit 04:09 Minuten.
Aus sportpanorama vom 05.06.2016.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Nationalmannschaft

6 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Stone, Ennetmoos
    Die Diskussionen führen bisher die Medien. Von Spielerseite hört man nichts. Spannend ist jedoch, dass viele Spieler sich nach Auslandstransfers nicht im Club durchsetzen und dann gleich weiterziehen wollen. In der Schweiz mussten sie halt nie hartes Brot essen und die ganzen Spieleragenten sollten sowieso auf den Mond geschossen werden. Bei den Transfers geht es ja nur um ihr Handgeld, selten genug um das Wohl der Spieler.
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  • Kommentar von Markus Muenger, saase
    Genau, während des Turniers sich damit beschäftigen wie viel man in Zukunft verdienen kann. Das sind die besten Voraussetzungen ein Turnier in den Sand zu setzten.
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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    Vielleicht ist dies ja notwendig und/oder "unumgänglich"... trotzdem finde ich es NICHT gut. Der Nati-Spieler sollte sich zu 110% Prozent auf die EURO konzentrieren. Gerade bei den Schweizern wäre es empfehlenswert, um ein optimales Schlussergebnis zu erreichen. Den Kopf noch bei Verhandlungen zu haben (so nebenbei) erscheint mir als Aussenstehender nicht förderlich für die Leistung auf dem Platz. Wenn ICH arbeite, sollte ich meinen Kopf bei meiner Arbeit haben... so sehe ich das zumindest.
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