Nati für gute Leistung schlecht belohnt

Die Schweizer Nati hat das EM-Testspiel gegen Belgien mit 1:2 verloren. Eine ärgerliche Niederlage, war das Team von Vladimir Petkovic doch weitestgehend tonangebend.

Es sah lange nach einem vielversprechenden Fussball-Nachmittag aus. Die Schweiz bot dem Weltranglisten-Zweiten Belgien Paroli, ja war sogar die bessere Mannschaft. 1:1 stand es, und alles schien auf ein gerechtes Remis hinauszulaufen.

Doch dann kam die 81. Minute und das Unheil nahm seinen Lauf…

Petkovic zur roten Karte von Seferovic

0:00 min, vom 28.5.2016

Seferovic sieht rote Karte

Der eingewechselte Haris Seferovic legte sich mit dem Schiedsrichter an und wurde unter die Dusche geschickt. Es waren offenbar Worte gefallen, die dem Unparteiischen keine andere Wahl liessen.

Die Schweizer verloren daraufhin etwas den Faden und kassierten in der 84. Minute durch ein Tor von Kevin de Bruyne das 1:2. Yann Sommer, der ansonsten einen tadellosen Job machte, sah dabei nicht gut aus.

Von Beginn weg bereit

Die Schweizer hätten es durchaus in den eigenen Füssen gehabt, diese Partie in andere Bahnen zu lenken. Sie waren vorab in der 1. Halbzeit die klar bessere Mannschaft und zeigten sich gewillt, die zuletzt schwachen Leistungen vergessen zu machen.

Dzemaili schiesst die Schweiz in Front

0:39 min, vom 28.5.2016

Angeführt wurde das Team vom wirbligen Xherdan Shaqiri, der sich immer wieder gekonnt in Szene setzen konnte. Er bildete auf der rechten Seite mit Lichtsteiner-Ersatz Michael Lang ein brandgefährliches Duo. Dass der Treffer zum 1:0 über diese Seite herausgespielt wurde, war kein Zufall. Blerim Dzemaili traf in der 31. Minute nach herrlicher Vorarbeit der beiden zum verdienten 1:0.

Die Freude währte jedoch nur kurz. Drei Minuten später war es Romelu Lukaku, der den Ausgleich für Belgien besorgte. Dem Tor ging ein Fehler des eher überraschend eingesetzten Philippe Senderos voraus, der den Ball im Strafraum leichtfertig passieren liess.

Ein unrühmliches Ende

In der 2. Halbzeit taten sich die beiden Teams kaum mehr weh. Vladimir Petkovic nahm zahlreiche Wechsel vor, der Spielfluss ging dabei etwas verloren. Nichtsdestotrotz war es ein couragierter Auftritt der Nationalmannschaft – das unschöne Ende einmal ausgenommen.

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Der weitere Nati-Fahrplan:

Montag, 30. Mai
Vladimir Petkovic gibt das definitive EM-Kader an einer Medienkonferenz in Lugano bekannt. 23 Spieler darf er mit nach Frankreich nehmen.

Freitag, 3. Juni
Der letzte Test, bevor es ernst gilt: Die Nati spielt in Lugano gegen Moldawien. Anpfiff ist um 18:00 Uhr.

Montag, 6. Juni
Die Nati fliegt gemeinsam nach Montpellier, wo sie ihre EM-Basis hat. Von dort aus reist die Mannschaft zu den Gruppenspielen.

Sendebezug: «sportlive», SRF zwei, 28.5.16, 15:45 Uhr.