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Schweizer Nationalmannschaft Schweiz das drittjüngste Team an der EURO

Die Kader der 24 EM-Mannschaften sind bekannt. Ein Vergleich zeigt: Nur Deutschland und England reisen mit einem jüngeren Team nach Frankreich als die Schweiz.

«Es gibt keinen Jugend-Bonus», sagte Nationalcoach Vladimir Petkovic am Montag anlässlich der Bekanntgabe seines EURO-Kaders. Im Zweifelsfall entscheide er sich aber für den jüngeren Spieler. Die 19-jährigen Nico Elvedi und Denis Zakaria schafften den Cut und sorgten für eine Blutauffrischung.

Es gab schon jüngere Nati-Teams

Doch wie jung ist diese Mannschaft wirklich? Die Antwort fällt zweideutig aus. Vergleicht man die Schweiz mit den restlichen 23 Teams, lässt sich sagen: Sie ist jung. Im Schnitt sind die 23 Akteure 26,1 Jahre alt. Das ergibt Platz 3.

Denn nur England (25,8) und Deutschland (25,9) weisen einen tieferen Wert auf. Die älteste Truppe stellt gemäss transfermarkt.ch übrigens Irland (29,8) vor Russland (29,3) und Tschechien (29,2).

Vergleicht man die Schweizer Kader an Endrunden seit 1994 (siehe Tabelle unten), stellt man aber fest: Diese Nati ist nicht besonders jung. Für einen Rekord reicht es nicht.

Vonlanthen bleibt Rekordhalter

Sicher ist aber schon jetzt, dass eine Schweizer Bestmarke auch nach dem Turnier Bestand haben wird. Johan Vonlanthen bleibt vorläufig jüngster Torschütze der EM-Geschichte. An der Endrunde 2004 in Portugal traf er mit 18 Jahren und 141 Tagen gegen Frankreich.

  • Der jüngste EURO-Teilnehmer ist heuer der englische Stürmer Marcus Rashford (er wird Ende Oktober 19).
  • Der älteste EURO-Teilnehmer kommt aus Ungarn. Goalie Gabor Kiraly wurde am 1. April 40 Jahre alt.

Vergleich des Schweizer Kaders an Endrunden seit 1994 (Quelle: SRF)

Jahr
TurnierTrainer
Altersdurchschnitt
2016EM Vladimir Petkovic
26,1
2014WMOttmar Hitzfeld25,6
2010WMOttmar Hitzfeld
26,6
2008
EMKöbi Kuhn
25,9
2006WMKöbi Kuhn
25,3
2004
EM Köbi Kuhn26,9
1996
EM Artur Jorge
26,5
1994
WMRoy Hodgson
27,4

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Nationalmannschaft

2 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Fischer, Zürich
    "«Es gibt keinen Jugend-Bonus», sagte Nationalcoach Vladimir Petkovic am Montag anlässlich der Bekanntgabe seines EURO-Kaders. Im Zweifelsfall entscheide er sich aber für den jüngeren Spieler." Wow! Diese zwei Aussagen hintereinander muss man erst mal hinbekommen! :-)
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  • Kommentar von E. Schönbächler, Einsiedeln
    Deutschland und England als traditionelle Fussballnationen können bei ihrer Kaderzusammensetzung seit jeher aus dem Vollen schöpfen. Da hat es Platz für den hungrigen Jungspund aber auch für den erfahrenen Turnierspieler. Und in der heutigen Multi-Kulti-Zeit wird das "Reservoir" an möglichen Nationalspielern noch einmal ziemlich vergrössert. Beide Länder können den Titel holen. Mein Favorit ist dieses Jahr England. Roy Hodgson hatte die Zeit sein Team nach seinen Ideen zu formen.
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