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UEFA EURO 2016 Uefa droht Russland und England mit EM-Ausschluss

Nach den Krawallen in Marseille droht die Uefa mit den Ausschluss von England und Russland von der EURO. Auch die französischen Behörden verschärfen den Ton. So soll der Verkauf von Alkohol am Vortag eines Spieltages und am Spieltag selbst unterbunden werden.

Legende: Video Krawalle mit Folgen? abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus UEFA Euro 2016 vom 12.06.2016.

Die Warnung der Uefa in Richtung England und Russland war knallhart: «Das Exekutivkomitee wird unabhängig von der Entscheidung der unabhängigen Disziplinarkommission aufgrund der Vorkommnisse im Stadion nicht davor zurückschrecken, weitere Sanktionen gegen die Football Association FA und den russischen Verband RFS zu verhängen, inklusive der möglichen Disqualifikation ihrer Nationalteams vom Turnier, sollte sich ähnliche Gewalt wiederholen.»

Entscheidung am Dienstag

Zuvor hatte die Disziplinarkommission ein Ermittlungsverfahren gegen den russischen Verband eingeleitet. Ermittelt wird wegen Aggressionen russischer Zuschauer im Stadion, rassistischen Verhaltens in der Form von Affenlauten und des Abbrennens von Feuerwerkskörpern. Ob und wie der Verband bestraft wird, entscheidet sich am Dienstag (14. Juni).

Unmittelbar nach dem Vorrundenspiel zwischen England und Russland (1:1) war es am Samstagabend zu Jagdszenen gekommen. Gleichzeitig gab die Uefa Probleme bei der Trennung der Fangruppen im Stade Velodrome zu. Die Uefa verschärfte ihre Sicherheitsvorkehrungen für die Spiele.

Krawalle auch im Spielort

Vor dem Spiel hatte es am Hafen in Marseille Krawalle gegeben. Insgesamt gab es 35 Verletzte, eine Person schwebt in Lebensgefahr. Die Uefa appellierte an die FA und den RFS, Einfluss auf das Verhalten ihrer Fangruppen zu nehmen. Eine Wiederholung der Gewaltexzesse will sich der europäische Dachverband nicht bieten lassen.

Alkoholverbot in Host Cities?

Derweil forderte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve die Polizeichefs in den Austragungsstätten auf, den Verkauf, Konsum und Transport von Alkohol an Matchtagen und am Tag zuvor zu unterbinden. Wie dies in der Praxis umgesetzt werden soll, wurde zunächst nicht klar.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur EURO 2016

31 Kommentare

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  • Kommentar von J.Steb, Basel
    Auffällig unauffällig und schnell wurde aber von deutschen Medien die Meldung abgehandelt, dass vor dem Spiel Ukraine-DE deutsche Hools auf Ukrainer losgegangen sind.DE jetzt auch von der EM ausschliessen???
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  • Kommentar von Marco Lee, Zürich
    Ich kapiere einfach nicht, warum dass die Polizei die Deppen auseinander nimmt?! Die Horde einkesseln und in Ruhe 1-2 Stunden zuschauen, wie sie sich gegenseitig die Fressen polieren. Dann gäbe es beim nächsten Match nur noch ein paar vereinzelte Deppen, die anderen lägen verkrüppelt zuhause.. würde wohl niemanden stören..
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  • Kommentar von Hans Jackob, Zürich
    Naja werd die russischen Hooligens kennt, der weiss, das wir es da mit der untersten der unteren Schubladen zu tun bekommt. Alles kleine Intolerante Wichtigtuer! Aber was will man erwarten in einem Land wo der Kopf des Fisches schon so stinkt? Da Russland zum grossen Teil sowiso eher zu Asien gehört, sollten sie gar nicht zur EM zugelassen sein! Dann müssten wir diese Diskussion nicht führen.
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    1. Antwort von Werner Christmann, Stein am Rhein
      Woher kennen sie denn russische Hooligans und wie genau unterscheiden die sich in ihrem Tun von z.B. englischen?
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    2. Antwort von Ryan Miller, Winterthur
      Das kann ich Ihnen gerne beantworten, Herr Christmann. Die Russen, welche in Marseille dabei waren, waren mehrheitlich Hooligans von Lokomotive Moskau sowie Zenit St. Petersburg. Im Gegensatz zu den Engländern, welche hauptsächlich übergewichtige, betrunkene Männer um die 50 Jahre alt sind, sind diese Russen gut trainierte, junge Kampfsportler. Wer mit solch einer Erfahrung auch gegenüber Frauen und Kinder keinen halt mach, ist eindeutig die unterste Schublade...
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