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UEFA EURO 2016 Viel Stolz und etwas Enttäuschung beim Sieger der Herzen

Für Island ist das EM-Märchen zu Ende gegangen. Die Nordländer, die sich in die Herzen der Zuschauer gespielt haben, verlassen Frankreich trotz der hohen Viertelfinal-Niederlage erhobenen Hauptes.

Island verabschiedet sich von seinen Fans
Legende: Dank ans Publikum Island verabschiedet sich von seinen Fans und der EURO in Frankreich. Reuters

Das sagten die Protagonisten nach dem Viertelfinal zwischen Frankreich und Island:

  • Aron Gunnarsson (Captain von Island):

«Wir sind enttäuscht, aber gleichzeitig auch stolz. Die EM war eine wahnsinnige Erfahrung. Heute hatten wir extrem zu leiden, Frankreich spielte total überlegen. Es war ein schreckliches Spiel von uns in der ersten Hälfte. Für die Zukunft haben wir heute Abend ganz viel gelernt. Ich möchte mich bei allen isländischen Fans für die tolle Unterstützung während des ganzen Turniers bedanken.»

  • Birkir Bjarnason (Spieler des FC Basel und zweifacher EM-Torschütze):
Legende: Video Bjarnason: «Die Unterstützung der Fans war grossartig» (englisch) abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Aus UEFA Euro 2016 vom 03.07.2016.

«Wir haben ein super Turnier gespielt und sollten stolz auf uns sein. Niemand hätte das erwartet, dass wir so weit kommen. Heute hat die erste Hälfte unser Spiel ruiniert. In der 2. Halbzeit haben wir Charakter gezeigt.»

  • Kolbeinn Sigthorsson (Torschütze gegen Frankreich):
Legende: Video Sigthorsson: «Gegen ein europäisches Schwergewicht angetreten» abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Aus UEFA Euro 2016 vom 03.07.2016.

«Es ist wirklich schade. Wir sind stolz auf das, was wir geleistet haben, aber die Franzosen waren wirklich besser. Wir haben, denke ich, gegen den zukünftigen Europameister gespielt.»

Bei den Franzosen galt der Blick schnell der kommenden Aufgabe. Im Halbfinal wartet niemand Geringeres als Weltmeister Deutschland auf den Gastgeber.

  • Doppeltorschütze Olivier Giroud:
Legende: Video Giroud: «Unsere Vorstellung hat gestimmt» abspielen. Laufzeit 0:43 Minuten.
Aus UEFA Euro 2016 vom 03.07.2016.

«Wir sind unglaublich zufrieden, da war viel Qualität. Aber wir wollen uns noch weiter steigern und diese kleinen Defensivfehler ausmerzen. Gegen Deutschland würden wir dafür schwer bezahlen. Wir haben von Beginn an gezeigt, was wir können. Wir gehen jetzt mit viel Selbstbewusstsein ins Spiel gegen Deutschland.»

  • Trainer Didier Deschamps:
Legende: Video Deschamps: «Haben heute Freude bereitet» abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Aus UEFA Euro 2016 vom 03.07.2016.

«Die Schlussphase war nicht ideal, aber die Spieler verdienen ein grosses Bravo, die Fans ebenso. Wir bereiteten ihnen Spass und Emotionen. Der Halbfinal-Gegner Deutschland ist bisher ohne Zweifel das beste Team gewesen, auch wenn sie gegen Italien etwas gestolpert sind. Wir sind bereit, wir spielen gegen die beste Mannschaft der Welt um den Einzug in den Final.»

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur EURO 2016.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn, Winterthur
    Die Isländer waren dieses Mal zu Beginn der Partie mental nicht ganz bereit. Die Präzision war noch weniger gut wie sonst - und die Reaktionszeit der Spieler bei Spielveränderungen zu lang, zumindest deutlich länger wie sonst. Es war 2:0 bis die Isländer im Spiel waren. Die Schweizer Nationalmannschaft kann besser Fussball spielen wie die Isländer. Aber sie setzten das Können wieso auch immer nicht genügend oft um.
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  • Kommentar von Heinz Hugentobler, Ins
    Die Isländer waren eine Bereicherung dieser EM. Tolle Fankultur, es war ein Vergnügen die Spiele dieser Mannschaft zu verfolgen, zwar eher defensiv eingestellt, aber trotzdem sehr effizient. Nun gut, diesmal gegen die Franzosen waren sie überfordert, oder besser gesagt wurden sie gleich in den ersten 20 Minuten überrumpelt. Clever haben sich die Franzosen auf das Spielkonzept der Isländer ausgerichtet. Hoffen wir, dass die Halbfinals auch so interessant verlaufen. Allez les bleus!
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  • Kommentar von Esther Siefert, Luzern
    Bravo Ísland - kveðjur frá Skagaströnd...
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Entweder können Sie isländisch, oder dann hilft ja der Google. Gewonnen hat aber nicht Island, sondern Frankreich. Island hat einfach grossartig und sympathisch verloren. Aber nun fliegen alle Herzen den Isländern zu. Der Sieger Frankreich wird fast links liegen gelassen. Da spielt wohl auch Sympathie, respektive Antipathie und weniger die Leistung bei der Beurteilung eine Rolle, stelle ich fest. Wenn Island sich steigert, wird auch ihm einst sogar ein WM Titel gewiss.
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