Wieder ein vorweggenommener Final

Deutschland und Italien haben bislang im Turnierverlauf mitunter am meisten überzeugt. Nun kommt es im Viertelfinal zum Direktduell zwischen den vierfachen Weltmeistern.

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Löw zu den Stärken Italiens

0:46 min, vom 1.7.2016
  • Beide Trainer haben grossen Respekt vor dem Gegner
  • Die Statistik in Ernstkämpfen spricht klar für Italien
  • Mesut Özil ist trotz den schlechten Ergebnissen gegen Italien in der Vergangenheit voller Selbstvertrauen

Fünf Tage nach dem 2:0 im Achtelfinal gegen Titelverteidiger Spanien steht Italien vor dem nächsten Klassiker gegen einen grossen Gegner: Der Viertelfinal gegen Deutschland ist erneut so etwas wie ein vorweggenommenes Endspiel. Beide Mannschaften vereinen je vier Weltmeistertitel auf sich, beide Teams haben im bisherigen Turnierverlauf überzeugt.

«  Es geht um Blut, Schweiss und Tränen. »

Antonio Conte
Italien-Coach

Entsprechend gross ist auch der Respekt auf beiden Seiten. «Sie sind die beste und kompletteste Mannschaft der Welt. Sie haben alles, was eine Mannschaft braucht», schwärmt Italien-Coach Antonio Conte von der DFB-Elf. Sein Team müsse Aussergewöhnliches leisten, wenn es gewinnen wolle. «Es geht um Blut, Schweiss und Tränen.»

«  Da kommt eine andere Offensive auf uns zu als in den ersten 4 Spielen. »

Joachim Löw
Deutschland-Coach

Nicht minder ehrfürchtig spricht Contes Antipode Joachim Löw über Italien. Die «Squadra Azzurra» habe nicht bloss defensive Qualitäten: «Sie sind auch offensiv stark, haben gute Abläufe, finden gute Lösungen.» Und der Teamchef weiss: «Da kommt eine andere Offensive auf uns zu als in den ersten 4 Spielen.»

«  Wir haben das Potenzial, jeden Gegner zu schlagen. »

Mesut Özil
Deutscher Mittelfeldspieler

Sowohl Deutschland (Gruppensieg und noch kein Gegentor) als auch Italien (Gruppensieg und Achtelfinal-Triumph gegen Spanien) haben bislang überzeugt. Die Statistik an grossen Turnieren spricht jedoch eine ganz klare Sprache für die Südeuropäer: Deutschland konnte in fünf WM- und drei EM-Direktduellen noch nie gewinnen (je vier Remis und Niederlagen). Vor 4 Jahren verlor die DFB-Elf den EM-Halbfinal mit 1:2.

Wenig beeindruckt zeigt sich Mesut Özil über die wenig erfreuliche Statistik. «Wir wollen beweisen, dass es auch anders geht. Wir haben das Potenzial, jeden Gegner zu schlagen», so der deutsche Mittelfeldspieler.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: 1 Neuer; 21 Kimmich, 17 Boateng, 5 Hummels, 3 Hector; 6 Khedira, 18 Kroos; 13 Müller, 8 Özil, 11 Draxler; 23 Gomez.

Italien: 1 Buffon; 15 Barzagli, 19 Bonucci, 3 Chiellini; 8 Florenzi, 14 Sturaro, 18 Parolo, 23 Giaccherini, 2 De Sciglio; 9 Pellè, 17 Eder.

Bemerkungen: Deutschland komplett, Italien ohne Thiago Motta (gesperrt) und Candreva (verletzt). - Fraglich: De Rossi (It/Hüfte). - Mit einer Gelben Karte vorbelastet: Boateng, Hummels, Khedira, Kimmich, Özil (alle De), Barzagli, Bonucci, Buffon, Chiellini, De Rossi, De Sciglio, Eder, Insigne, Pellè, Sirigu, Zaza (alle It).

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Özil zur schlechten Bilanz gegen Italien

0:36 min, vom 1.7.2016

Sendebezug: Laufende EURO-Berichterstattung