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Unerschütterliche Nati Gegen alle Widerstände – und mit grosser Zukunft?

2 Attribute zeichneten die Schweizer Nati an der EURO besonders aus: Leidensfähigkeit und Unerschütterlichkeit.

Die Schweizer Nationalmannschaft an der EURO 2020.
Legende: Trotzten vielen Widrigkeiten Die Schweizer Nationalmannschaft an der EURO 2020. Keystone

Die Schweizer Nationalmannschaft hatte so manche Hürde an dieser EURO zu überwinden. Dabei sind nicht nur die Gegner auf dem Platz gemeint. Auch unglückliche Spielsituationen und selbstverschuldete Nebenschauplätze gehörten dazu. Dennoch blieb die Nati beeindruckend standhaft.

Die Reise-Strapazen

  • Mit den Spielorten Baku, Rom und wieder Baku hatte die Schweiz schon die ungünstigste aller Spielorte-Konstellationen zugelost bekommen. Danach standen die Reisen nach Bukarest (Achtelfinal) und St. Petersburg (Viertelfinal) auf dem Programm. Das Team von Vladimir Petkovic hatte die mit Abstand meisten Reisekilometer zu absolvieren.
Audio
Reise-Strapazen – ein Nachteil für die Teams?
01:58 min
abspielen. Laufzeit 01:58 Minuten.

Die Medien-Schelte

  • Nach dem missglückten Start in die EM-Kampagne sah sich die Schweiz harscher Kritik ausgesetzt, nicht zuletzt weil wegen einem eingeflogenen Coiffeur ein Nebenschauplatz eröffnet worden war. Der Druck vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Türkei wurde dadurch riesig. Doch die Nati hielt Stand. «Das Italien-Spiel hat uns noch näher zusammenrücken lassen», meinte Petkovic in der Retrospektive. Und Captain Granit Xhaka ergänzte: «Ich kann garantieren, dass die Mannschaft nicht an solchen Dingen zerbricht.»

Die Rückschläge im Spiel

  • Erst 1:0 geführt, dann einen Penalty verschossen und kurz darauf mit 1:3 in Rücklage: Nicht viele Teams verkraften so einen Tiefschlag. Doch die Schweizer liessen sich im Achtelfinal gegen Frankreich nicht unterkriegen und schlugen noch einmal zurück. Der Rest ist Geschichte.
Video
Archiv: Die Schweiz schaltet Frankreich im Penaltyschiessen aus
Aus Sport-Clip vom 29.06.2021.
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Die Ausfälle

  • Im Viertelfinal gegen Spanien galt es nicht nur den gesperrten Captain Xhaka zu ersetzen. Bereits nach 23 Minuten fiel auch Breel Embolo verletzt aus, nach 77 Minuten sah Remo Freuler Rot. Doch die Nati wehrte sich nach Kräften und rettete sich gegen die überlegenen Spanier ins Penaltyschiessen. Und zuvor hatte die Nati einmal mehr Moral bewiesen und den 0:1-Rückstand noch wettgemacht.

Wie die Nati all diese Widerstände überwunden hat, war beeindruckend. «Es dauert lange, um so etwas zu erreichen», gab drum auch Petkovic zu bedenken. Und Xherdan Shaqiri, der Xhaka im Viertelfinal als Captain vertreten hatte, meinte vielsagend: «Wir haben eine grosse Zukunft vor uns.»

Video
Shaqiri: «Unglaublich, was diese Mannschaft geleistet hat, ich bin richtig stolz»
Aus Sport-Clip vom 02.07.2021.
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15 Kommentare

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  • Kommentar von Richard Liu  (richard-liu)
    Yann Sommer hat aber der Ankunft der Nati in Kloten, "Wir haben wirklich gemerkt, dass wir mit einem Land an dem Turnier waren." Ich denke, keine andere Nationalmannschaft hat das so oft gespürt, worauf Yann Sommer hindeutet: Das Gefühl, nicht zu wissen, für welches Land man spielt. Daher kommt es wohl, dass das ihr Potential nur gegen grosse, bzw. bedeutsame Mannschaften aufblitzt. Sowohl Mannschaft als auch Anhängerschaft: Weiter so wie gegen Frankreich und Spanien!
  • Kommentar von Paul Schoenenberger  (Beaumont)
    Kurz und bündig. Zuerst zwei Spiele der Schlafwandler, dann aufgewacht. Gegen Frankreich internationale Qualitäten der Führungsspieler. Gegen Spanien selbst ohne den Passgeber und besten Spieler unerwartet starke Leistung, aber im Penaltyschiessen von der Angst gelähmt.
  • Kommentar von Johan Tobel  (naturfründ)
    Im Trainingsplan das Penaltyschiessen nicht vergessen, dann kommt es gut:-) Weiter so.