ÖFB trennt sich von Marcel Koller

Nach der missratenen WM-Quali beendet der österreichische Fussball-Verband die Zusammenarbeit mit Trainer Marcel Koller per Ende Jahr.

Video «ÖFB-Chef zu Koller: «Nüchterne Statistik gibt den Ausschlag»» abspielen

ÖFB-Chef zu Koller: «Nüchterne Statistik gibt den Ausschlag»

1:22 min, vom 15.9.2017

Knapp 6 Jahre lang bekleidete Marcel Koller das Amt des Cheftrainers beim ÖFB. Damit ist per Ende Jahr Schluss. Schuld daran ist die missratene WM-Quali: Nach 8 von 10 Spielen liegt Österreich hinter Serbien, Wales und Irland nur auf dem 4. Rang.

Hoch geflogen, tief gefallen

Den Entschluss fasste das ÖFB-Präsidium anlässlich einer Tagung in Gmunden. Als der Zürcher die Austria-Auswahl vor 6 Jahren übernahm, war sie im Fifa-Ranking auf Platz 72 positioniert.

Innerhalb von 4 Jahren führte Koller die Österreicher in die Top Ten. Als klarer Gruppensieger vor Schweden und Russland reiste Österreich an die EM-Endrunde 2016. Seither geht es aber wieder abwärts: Gruppenletzter an der EM, das sich abzeichnende Verpassen der WM-Endrunde 2018 und Rückfall im Ranking auf Platz 57.

Eine «einheimische» Lösung?

Als heisse Kandidaten auf die Nachfolge Kollers gelten die üblichen Verdächtigen: Rekord-Nationalspieler Andreas Herzog oder Sturm-Graz-Übungsleiter Franco Foda. Weiter wurden in den Medien aber auch die Namen Peter Stöger (1. FC Köln), Christoph Daum und Adi Hütter (YB) genannt.

Sendebezug: SRF 3, Morgenbulletin, 15.9.2017, 08:05