Ronaldo bringt Portugal auf WM-Kurs - Frankreich in Rücklage

Portugal hat das WM-Barrage-Hinspiel zuhause gegen Schweden mit 1:0 gewonnen. Für den einzigen Treffer war Superstar Cristiano Ronaldo in der 82. Minute besorgt. Frankreich befindet sich nach der 0:2-Niederlage in der Ukraine arg in Rücklage.

Im mit Spannung erwarteten Duell zwischen Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic setzte sich am Ende der Portugiese hauchdünn durch. Von den beiden Topstars war jedoch lange nichts zu sehen.

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Nater vor Debüt mit Tunesien

Nater vor Debüt mit Tunesien

Stéphane Nater darf ab sofort für die tunesische Landesauswahl spielen. Der St. Galler Mittelfeldspieler hat 3 Tage vor dem WM-Quali-Spiel in Kamerun die Staatsbürgerschaft erhalten. Der 29-Jährige könnte somit am Sonntag in Yaoundé zu seinem Debüt kommen. Der Sieger der Partie qualifiziert sich für die WM, das Hinspiel in Tunis hatte 0:0 geendet.

Während Ibrahimovic durchgehend blass blieb, fiel Ronaldo vor allem durch permanentes Reklamieren auf. In der 77. Minute wurde der Real-Angreifer nach einem Rencontre mit Schweden-Torhüter Andreas Isaksson gar verwarnt. 6 Minuten später stand der Goalgetter bei einer Flanke von Miguel Veloso aber goldrichtig und köpfelte zum vielumjubelten Siegtreffer ein. Nur kurze Zeit später hätte Ronaldo beinahe noch erhöht, sein Kopfball prallte aber an der Latte ab (85.).

Bereits zuvor hatten beide Teams in einer animierten Partie einige gute Chancen ausgelassen. Joao Moutinho (5.), Johan Elmander (6.), Sebastian Larsson (20.), Kim Källström (22.) oder Pepe (63.) verpassten einen Torerfolg nur knapp.

Frankreich unter Zugzwang

Für Frankreich setzte es in der Ukraine eine 0:2-Niederlage ab, womit die «Équipe Tricolore» erstmals seit 1994 eine Endrunde zu verpassen droht. Roman Sosulja (61.) und Andrej Jarmolenko mittels Penalty (82.) erzielten die Treffer für die überraschenden Osteuropäer.

Zur tragischen Figur bei den Franzosen avancierte Arsenal-Verteidiger Laurent Koscielny. Erst verschuldete er den Elfmeter, dann kassierte er in der Nachspielzeit nach einer Tätlichkeit die rote Karte. Nur wenig später flog aber auch noch Olexandr Kutscher mit Gelb-Rot vom Platz, womit der nummerische Gleichstand wieder hergestellt war.

Während die Franzosen auf der ganzen Linie enttäuschten und kaum zu zwingenden Torchancen kamen, verpassten es die Ukrainer in der Schlussphase gar, das Skore noch höher zu schrauben.

Griechenland in Torlaune

Die meisten Treffer des Abends fielen überraschenderweise in Griechenland. Das Heimteam, nicht gerade für seine Offensivstärke bekannt, schlug Rumänien mit 3:1. Damit besitzen die Südeuropäer beste Aussichten auf eine 3. WM-Teilnahme nach 1998 und 2010. Gefeierter Mann beim Heimteam war Konstantinos Mitroglou, der zwei Treffer zum Erfolg beisteuern konnte.

Nullnummer in Island

Kroatien war in Island erwartungsgemäss das dominierende Team, verpasste es aber, die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Ab der 50. Minuten konnten die Osteuropäer sogar in Überzahl agieren, nachdem Olafur Skulason nach einer Notbremse gegen Bayerns Mario Mandzukic die rote Karte gesehen hatte.

Die beste Chance verpasste Luka Modric. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid setzte unmittelbar nach dem Platzverweis den fälligen Freistoss an die Latte. So blieb es am Ende bei einem aus isländischer Sicht schmeichelhaften 0:0.

Die Barrage-Rückspiele finden am kommenden Dienstag statt.