Ronaldo schiesst Portugal an die WM

Angreifer Cristiano Ronaldo war mit 3 Treffern beim 3:2-Sieg der Portugiesen im Barrage-Rückspiel gegen Schweden der Matchwinner. Nebst Portugal lösten auch Griechenland (1:1 in Rumänien) und Kroatien (2:0 gegen Island) das WM-Ticket.

Im Rückspiel hielt das Duell zwischen Zlatan Ibrahimovic und Cristiano Ronaldo, was es im Vorfeld versprochen hatte. Alle 5 Tore gingen auf das Konto der Superstars, wobei der Portugiese wie schon im Hinspiel am Freitag beim 1:0-Sieg das bessere Ende für sich behielt.

Zwei Doppelschläge

Ein Doppelschlag von Ibrahimovic in der 68. (Kopfball) und 72. Minute (Freistoss) brachte bei den Schweden in der Schlussphase plötzlich doch noch die Hoffnung auf ein WM-Ticket zurück. Dabei schien Brasilien schon weit weg, nachdem Cristiano Ronaldo die Portugiesen nach einem Konter in der 50. Minute in Führung gebracht hatte.

So war die Reihe erneut an Ronaldo. Und der Goalgetter von Real Madrid war nicht um eine Antwort verlegen. Innert 3 Minuten sorgte er zwischen der 77. und der 79. Minute im Alleingang für die erneute Wende und begrub damit die WM-Ambitionen der Skandinavier endgültig.

Portugiesen in der 1. Halbzeit gefährlicher

Der Sieg der Portugiesen ging in Ordnung, agierten die Iberer doch vor allem in der 1. Halbzeit wesentlich gefährlicher und kamen durch Bruno Alves (15.), zweimal Ronaldo (36. und 43.) sowie Hugo Almeida (38.) mehrfach dem Führungstreffer sehr nahe. Die einzige nennenswerte Chance des Heimteams vergab Kim Källström mit einem leicht abgefälschten Weitschuss kurz vor der Pause.

In der 49. Minute verpasste es Sebastian Larsson, dem Spiel eine andere Wendung zu geben. Nachdem sich Ibrahimovic gegen 2 Gegenspieler durchgesetzt und den Ball fast von der Grundlinie zurück in den Sechzehner hatte, brachte der Mittelfeldspieler von Sunderland den Ball aus kurzer Distanz nicht an Portugal-Torhüter Rui Patricio vorbei. Kaltblütiger zeigte sich da Ronaldo, dem praktisch im Gegenzug der Führungstreffer gelang.

Griechenlands Angreifer Kostas Mitroglou erzielte in den beiden Barrage-Spielen gegen Rumänien 3 Treffer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Zentrum des Geschehens Griechenlands Angreifer Kostas Mitroglou war auch im Rückspiel erfolgreich. Keystone

Mitroglou für Griechen erneut erfolgreich

Kostas Mitroglou, der bereits beim 3:1-Sieg im Hinspiel am Freitag 2 Treffer zum Erfolg der Griechen beigesteuert hatte, versetzte den ohnehin kleinen WM-Hoffnungen der Rumänen schon früh einen Dämpfer.

Nach einem perfekten Steilpass von Routinier Giorgos Karagounis fand sich der Angreifer von Olympiakos Piräus in der 23. Minute alleine vor Rumänien-Keeper Ciprian Tatarusanu wieder und bekundete keine Mühe, die Gäste in Führung zu bringen.

Rumänien hatte zwar nach einem Weitschuss von Bogdan Stancu die erste grosse Chance des Spiels gehabt (6.), enttäuschte danach aber in der 1. Halbzeit weitgehend. In der 55. Minute kam das Heimteam nach einem Eigentor von Vassilis Torossidis überraschend zum Ausgleich. In der Folge drückte das Team von Victor Piturca auf den Führungstreffer, zu mehr reichte es den Rumänen gegen konzentriert verteidigende Griechen jedoch nicht mehr.

Kroatien wird Favoritenrolle gerecht

Obwohl Island in Kroatien über eine Halbzeit lang in Überzahl spielen konnte, schafften die Nordländer nach dem 0:0 im Hinspiel die Überraschung nicht und müssen weiter auf die erste WM-Teilnahme warten. Mario Mandzukic hatte nach einem groben Foulspiel in der 38. Minute die rote Karte gesehen.

Eben jener Mandzukic war es auch gewesen, der das Heimteam auf die Siegerstrasse gebracht hatte. Der Angreifer von Bayern München brauchte nach einem Eckball Ivan Rakitic nur noch einzuschieben, nachdem Ivan Perisic den Ball noch verlängert hatte (27.).

Weil Kroatien auch in Unterzahl spielbestimmend war, geriet der Erfolg des Favoriten nicht mehr in Gefahr. Spätestens nach dem 2:0 durch Captain Darijo Srna war die Partie entschieden. Einzig in der 12. Minute hatte das Team von Niko Kovac eine Schrecksekunde zu überstehen. Der Treffer von Islands Gylfi Sigurdsson war jedoch zurecht wegen Abseits aberkannt worden.

WM 2014: Diese Teams sind qualifiziert

EuropaSüdamerikaAsienNord- und MittelamerikaAfrika
SchweizBrasilienAustralienUSANigeria
BelgienArgentinienIranCosta RicaElfenbeinküste
DeutschlandKolumbienJapanHondurasKamerun
ItalienChileSüdkoreaMexikoGhana
NiederlandeEcuadorAlgerien
RusslandUruguay
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Spanien
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Kroatien
Portugal
Frankreich