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Rassismus oder Weckruf? Keine Afrikaner beim Triester Halbmarathon

Die Organisatoren des «Trieste Running Festivals» treffen einen umstrittenen Entscheid.

Die Organisatoren des Halbmarathons am 5. Mai im nordost-italienischen Triest laden keine afrikanischen Athleten ein. Was klingt wie ein Rückfall in tiefste Apartheid-Zeiten, soll aus Sicht der Organisatoren ein Weckruf gegen Ausbeutung sein. Man wolle mit der Massnahme auf die Benachteiligung afrikanischer Athleten bei Langstreckenläufen aufmerksam machen.

In der Tat werden afrikanische Läuferinnen und Läufer von Managern oft für geringe Löhne bei Marathons in Europa eingesetzt – als Tempomacher oder um die Preisgelder einzukassieren, die sie teilweise den Managern weiterreichen müssen.

Kritik aus der Politik

Der Entscheid des OK stiess bei Politikern auf Kritik. «Wir laufen Gefahr, in dunkle Zeiten zurückzufallen», sagte die Europa-Abgeordnete Isabella De Monte vom Partito Democratico. Nicola Fratoianni von der Sinistra Italiana meinte: «Das ist nicht Mississippi in den 1950ern, das ist Triest im Jahr 2019.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alessio Cerone  (acerone)
    Es heisst ja nicht dass kein Afrikaner mitlaufen darf.
    Nur dass keiner eingeladen wird (d.h. kein Startgeld kriegt).

    Das Preisgeld kann er sich also immer noch unter den Nagel reissen wenn er sich ordnungsgemäss anmeldet und das Startgeld bezahlt.

    Viel fairer geht's nicht.
    1. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Ihrem Statement ist nichts mehr hinzuzufügen.So ist es.
  • Kommentar von Tom Bauer  (Swag)
    Ein Zeichen setzten ist eine Gute Idee aber die Umsetzung ist falsch! Diese Menschen einfach auszuschliessen ist nicht die richtige Art! Ein solcher Entschluss sollte von den Athleten selbst entschieden werden und nicht von den Veranstaltern