Bei der Schweiz ist alles andere als Sand im Getriebe

Bei seinem 4. Start an einer Beachsoccer-WM schielt das Nationalteam auf die Top 4. In der Nacht auf Freitag geht's mit der Pflichtaufgabe gegen den Ausrichter Bahamas los.

Ein Spieler nimmt im Sand Anlauf zu einem Fallrückzieher. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Spektakuläre Fallrückzieher im Sand Sie sind im Beachsoccer das Salz in der Suppe. Keystone

  • Die Schweiz nimmt nach 2009, 2011 und 2015 zum 4. Mal an einer WM-Endrunde teil
  • Als Weltnummer 6 und dank günstiger Auslosung sind die Halbfinal-Chancen intakt
  • Bislang ist WM-Silber bei der Premiere 2009 in Dubai die beste Ausbeute

Nach dem Vorrunden-Out vor 6 sowie der Viertelfinal-Niederlage vor 2 Jahren visiert die Beachsoccer-Nati auf den Bahamas die Rückkehr in die Top 4 ein. Ein eingespieltes Team und die gute Mischung aus jungen und älteren Spielern sollen die Trümpfe des Teams von Trainer Angelo Schirinzi sein.

Es konnte sich als einer von nur vier europäischen Vertretern für das Turnier unter dem Dach der Fifa qualifizieren. Auf dem Weg nach Nassau sind immerhin Schwergewichte wie der 2-fache Weltmeister Russland und Spanien gescheitert.

Ein vermeintlich lockerer Aufgalopp

Den letzten Schliff verpassten sich die Schweizer, die im Gegensatz etwa zu Rekord-Champion Brasilien ohne Profis auskommen müssen, während knapp einer Woche im spanischen Giverola.

«  Wir müssen mit breiter Brust auftreten. »

Angelo Schirinzi

Die WM auf den Bahamas dürfte für die Nati eher gemächlich losgehen. Nach dem Gastgeber (Weltnummer 48) wartet WM-Debütant Ecuador. Die Schweizer belegen im Fifa-Ranking Platz 6 hinter dem Iran und vor Tahiti. Gegen den Afrika-Meister Senegal wird es ein erstes Mal happig. Er hatte 2011 mit einem Sieg im Penaltyschiessen das Schweizer Aus nach der Gruppenphase besiegelt.

«Wir müssen mit breiter Brust auftreten», verlangt Schirinzi. Und weiter sagt der Coach: «Wir haben Respekt vor unseren Gegnern, aber keine Angst.»

Ein Senkrechtstarter mit bekanntem Onkel

Das Prunkstück der Schweizer Equipe ist der Angriff – dort liegt der Fokus auf einem Trio:

Dejan Stankovic zeigt auf seine Rückennummer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dejan Stankovic Seit Jahren eine feste Grösse im Schweizer Team. EQ Images

  • Dejan Stankovic (31): Der Aargauer war schon 2009 beim bislang grössten Erfolg mit dem 2. WM-Rang dabei und wurde in Dubai auch Torschützenkönig. Hinterher reichte es sogar zum Titel «Weltbeachfussballer des Jahres».
  • Noël Ott (23): Er gilt als einer der besten Nachwuchsakteure weltweit. 2015 führte er die WM-Torschützenliste mit 8 Treffern ex aequo an.
  • Glenn Hodel (20): Der Neffe des Ex-Fussball-Internationalen Marc Hodel gilt als Versprechen für die Zukunft.

Die 4 Gruppen an der WM in Nassau

Gruppe A
Gruppe BGruppe CGruppe D
Bahamas
NigeriaVereinigte Arabische Emirate
Brasilien
SchweizItalien
ParaguayTahiti
EcuadorIranPortugal (Titelverteidiger)
Japan
SenegalMexikoPanamaPolen

Modus:

  • Die besten zwei Teams pro Gruppe stehen in den WM-Viertelfinals.

Die 3 Schweizer Gruppenspiele:

  • Freitag, 02:00: Bahamas - Schweiz
  • Samstag, 23.00: Schweiz - Ecuador
  • Montag, 23:00: Schweiz - Senegal

Sendebezug: SRF 3, «Der Morgen», 26.04.2017 ab 06:10 Uhr