Russland muss Biathlon-WM 2021 abgeben

Die Biathlon-Weltmeisterschaften 2021 finden wegen des Skandals um das mutmassliche Staatsdoping nicht in Russland statt. Die von Trainern und Athleten geforderten Verschärfungen der Anti-Doping-Regeln lehnte der Biathlon-Verband allerdings ab.

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Bildlegende: In Tjumen wird nicht scharf geschossen Russland muss die WM 2012 abgeben. Keystone

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Russland kündigt Widerstand an

Der russische Biathlon-Verband RBU will nicht freiwillig auf die Ausrichtung der WM 2021 verzichten. Das bestätigte Verbandschef Alexander Krawtsow am Mittwochabend. Demnach gibt es Überlegungen, gerichtlich gegen die Entscheidung des Weltverbandes IBU vorzugehen.

Auf einem ausserordentlichen Kongress entschied der Weltverband IBU am Mittwoch, dass der russische Verband die Titelkämpfe im sibirischen Tjumen offiziell zurückgeben muss. Geschieht dies nicht bis zum 24. Februar, werde Russland die WM entzogen. Über die Neuvergabe soll erst 2018 entschieden werden.

Härtere Anti-Doping-Regeln abgelehnt

Auf massiven Druck der Biathleten hatte sich die IBU am Tag vor dem ersten WM-Rennen in Hochfilzen getroffen, um härtere Anti-Doping-Regeln zu beschliessen. 154 Athleten hatten in einem Brief an die IBU gefordert, die Sperren auf bis zu acht Jahre zu verlängern, das Bussgeld auf bis zu eine Million Euro zu erhöhen und betroffenen Nationen Startplätze zu entziehen. Diese Forderungen wurden zunächst nicht erfüllt.

Nun soll eine sechsköpfige Arbeitsgruppe Vorschläge erarbeiten, die zeitnah an den IBU-Vorstand weitergeleitet werden sollen.