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Handball Andy Schmid: «Man muss sich den Respekt erkämpfen»

Mit Andy Schmid hat die Schweizer Handball-Nationalmannschaft einen absoluten Ausnahmekönner in ihren Reihen. Der Werdegang des Horgeners - der bereits seine 5. Saison in Deutschland spielt - ist beeindruckend und erreichte mit der Wahl zum wertvollsten Spieler der Bundesliga seinen Höhepunkt.

Legende: Video Andy Schmid im Portrait abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.
Aus sportpanorama vom 02.11.2014.

Über 7000 Zuschauer kommen im Schnitt in die Arena in Mannheim, um die Spiele der Rhein-Neckar Löwen zu sehen. Mittendrin in dieser eindrücklichen Kulisse spielt der momentan beste Schweizer Handballspieler Andy Schmid. In der stärksten Liga der Welt muss sich der 31-Jährige keineswegs mehr verstecken - ganz im Gegenteil.

MVP in der besten Liga der Welt

Diesen Sommer wurde Schmid zum «MVP» - also zum wertvollsten und besten Spieler - der vergangenen Bundesliga-Saison gewählt. Manche «adeln» ihn bereits als besten Spielmacher der Welt. Schmid ist dynamisch, technisch versiert und hat eine gewaltige Wurfkraft. Mit ausserordentlichem Spielverständnis und seiner Übersicht hat er sich bei den Rhein-Neckar Löwen zum unangefochtenen Regisseur gemausert.

Beeindruckende Karriere

«Es braucht einen inneren Antrieb und grossen Ehrgeiz. Und natürlich auch etwas Glück», fasst Schmid seinen beeindruckenden Werdegang zusammen. Nach 161 NLA-Spielen für die Grasshoppers und Amicitia Zürich wagte der 1.90 m grosse Rückraumspieler aus Horgen den Sprung ins Ausland zum dänischen Klub Bierringbro-Silkeborg.

Die Aufmerksamkeit ausserhalb der Schweizer Landesgrenzen hatte sich Schmid unter anderem 2008 in der Champions League mit Amicitia erarbeitet, als er nach der ersten Gruppenphase die Torschützenliste anführte.

Andy Schmid im Trikot der Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga gegen den HSV.
Legende: Kämpft sich durch Andy Schmid im Trikot der Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga gegen den HSV. Keystone

Nach einem Jahr in Dänemark folgte 2010 der Wechsel in die Bundesliga. Gegen die besten Spieler der Welt tat sich der hochgelobte Zürcher anfangs aber schwer. «Ich hatte im ersten Jahr schon zu beissen, es war relativ schwierig», erinnert sich Schmid zurück. «Es ist immer schwer, wenn man als Schweizer Handballer irgendwo hinkommt. Man muss sich den Respekt zuerst erkämpfen.» In seiner mittlerweile 5. Bundesliga-Saison mangelt es dem Schweizer nicht mehr an Anerkennung.

Zugpferd Nationalmannschaft

Auch in der Nationalmannschaft ist der Spielgestalter als Kopf der Mannschaft nicht mehr wegzudenken und versucht seine «Winner-Mentalität» in die Landesauswahl zu übertragen. Schmid glaubt daran, mit dem Zugpferd Nationalmannschaft den Schweizer Handball aus seiner Baisse ziehen zu können. «Wir haben talentierte Spieler in unseren Reihen», sagt der Horgener und fügt mit einem Schmunzeln an: «Wenn ich keine Chance sehen würde, würde ich auch nicht mitspielen».

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 02.11.14 18:15 Uhr

Legende: Video Andy Schmid im Interview abspielen. Laufzeit 12:05 Minuten.
Aus sportpanorama vom 02.11.2014.

Zur Person

Andy Schmid wurde am 30.08.1983 in Horgen geboren. In der NLA absolvierte er für die Grasshoppers und Amicitia Zürich 161 Partien (807 Tore). 2009 wechselte der Schweizer für ein Jahr zu Bierringbro-Silkeborg/Dä. Seit 2010 spielt er bei den Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga. Für die Nationalmannschaft lief Schmid bereits 144-mal auf (632 Tore).

2 Kommentare

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  • Kommentar von E.S., Aarau
    Schön, dass diese ausserordentliche sportliche Leistung endlich Anerkennung der Medien bekommt. Als Spielmacher eines der Weltbesten Teams hat es Andy Schmid mehr als verdient. Die in der Schweiz sonst schon minderbeachtete Sportart Handball braucht mehr Aufmerksamkeit....
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    1. Antwort von heinz günter, langenthal
      wirklich interessanter und intelligenter typ, dieser schmid. chapeau! wenn es um die berichterstattung von "randsportarten" geht, da hinkt das srf definitv zurück. aber auf eine gewisse art ist es ja auch verständlich. wenn handball hierzulande nur halb soviele zuschauer in die "stadien/hallen" locken würde wie in deutschland. ja, dann gäb' es einen grund mehr über diesen sport zu berichten. knapp 20'000 lizenzierte spricht definitiv eine klare sprache, oder?!
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