«Ellbogenschoner-Gate» an der Handball-WM sorgt für Kopfschütteln

Nach den Wirren um die Fernseh-Rechte sorgt an der WM in Frankreich ein nächstes Thema für Verwirrung. Der Däne Rene Toft Hansen darf seine Schiene nur mit Erlaubnis des Gegners tragen.

Die Ellbogenstütze von Rene Toft Hansen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sorgt für Wirbel Die (alte) Ellbogenstütze von Rene Toft Hansen. Reuters

Im Handball-Land Dänemark, dem Olympiasieger, drehen sich die Schlagzeilen seit ein paar Tagen nur noch um eines: den Ellbogenschoner von Rene Toft Hansen.

Die Schiene, die der Kreisläufer seit 6 Jahren trägt, wurde vom Weltverband im letzten Sommer verboten. Grund: Sie enthält Metallteile. Weil alle Alternativen erfolglos getestet wurden, fertigten die Dänen eine neue, gut gepolsterte Variante an, erhielten drei Tage vor WM-Beginn aber eine Absage.

Teamkollege Jesper Nøddesbo: «Bin so froh, dass diese beiden heute Abend dabei sind. Also Rene und sein bester Freund (der berüchtigte Ellbogenschoner). Grosser Sportsgeist von Ägypten, Katar und Bahrain. Respekt!!!»

Betteln bei den Gegnern

Als die Dänen insistierten, kam der Verband auf eine besonders kuriose Idee: Toft darf spielen, wenn der jeweilige Gegner sein Okay gibt.

Dies führt(e) dazu, dass die Dänen die Hotels der anderen Teams abklappern und um Erlaubnis betteln müssen. Die Gruppengegner Ägypten, Bahrain und Katar haben nun grünes Licht gegeben, Schweden wollte sich indes noch nicht festlegen.

Richtig spannend wird es dann, wenn es in der K.o.-Phase um Alles oder Nichts geht. Für den Hünen gilt dann umso mehr: «Spiel für Spiel nehmen».