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Kunstturnen Steingruber im Sprung-Final undankbare Vierte

Giulia Steingruber hat an der WM in Antwerpen eine Medaille im Sprung knapp verpasst. Die Ostschweizerin zeigte zwar zwei fast perfekte Sprünge, musste sich aber hinter 2 Amerikanerinnen und einer Nordkoreanerin einreihen.

Den Sieg im Sprung holte sich Topfavoritin McKyla Maroney aus den USA vor ihrer Teamkollegin Simone Biles. Bronze gewann Hong Un Jong aus Nordkorea.

Wenig fehlte

Steingruber verpasste die ersehnte Medaille um 0,250 Punkte. Obschon die Enttäuschung gross war, musste sich die Schweizerin nichts vorwerfen lassen. Sie zeigte nämlich zwei praktisch perfekte Sprünge und holte damit das Optimum aus ihren momentanen Möglichkeiten heraus.

Optimale Sprünge

Ihr Parade-Element Tschussowitina brachte sie optimal zum Stand und erhielt dafür 15,500 Punkte. Danach folgte der Jurtschenko mit Doppelschraube, den die Ostschweizerin erstmals überhaupt an einem Wettkampf zeigte. Und die 19-Jährige bestand die Nervenprobe mit Bravour. Steingruber, die als erste der acht Finalistinnen ihre beiden Elemente turnte, zeigte das schwierige Element in hervorragender Ausführung. Auch die Landung glückte optimal.

Neue Bestleistung

Der Lohn waren 14,966 Punkte und ein Gesamttotal von 15,233 Punkten. Einen so hohen Wert hatte Steingruber zuvor noch nie erreicht. An der letzten WM hätte sie damit Silber gewonnen, in Antwerpen reichte es nur zu «Leder».

Hohes Niveau

Dies zeigt, wie hoch das Niveau derzeit in der Disziplin Sprung ist. Maroney (15,724) und Biles (15,595) turnten in einer eigenen Liga und waren ausser Reichweite. Die Nordkoreanerin (15,483) profitierte davon, dass ihre Sprünge einen höheren Ausgangswert aufweisen.

Damit bleibt Ariella Kaeslin einzige Schweizer WM-Medaillengewinnerin (Silber 2009 im Sprung).

Resultate:

Sprung Frauen: 1. McKayla Maroney (USA) 15,724. 2. Simone Biles (USA) 15,595. 3. Hong Un Jong (NKor) 15,483. 4. Giulia Steingruber (Sz) 15,233. 5. Oxana Tschussowitina (Usbekistan) 14,583. 6. Thi Ha Thanh Phan (Vietnam) 14,299. 7. Yamilet Pena Abreu (Dom. Republik) 13,966. 8. Chantysha Netteb (Ned) 6,950.

Stufenbarren Frauen: 1. Huidan Huang (China) 15,400. 2. Kyla Ross (USA) 15,266. 3. Alija Mustafina (Russ) 15,033.

Boden Männer: 1. Kenzo Shirai (Jap) 16,000. 2. Jacob Dalton (USA) 15,600. 3. Kohei Uchimura (Jap) 15,500.

Pferdpauschen Männer: 1. Kohei Kameyama (Jap) 15,833. 2. Max Whitlock (Gb) 15,633; Daniel Corral Barron (Mex) 15,633.

Ringe Männer: 1. Arthur Nabarrete Zanetti (Br) 15,800. 2. Aleksandr Balandin (Ukr) 15,733. 3. Brandon Wynn (USA) 15,666.

4 Kommentare

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  • Kommentar von jc.heusser, erstfeld
    Gratulation Julia Steingruber für diese zwei Sprünge zum "Stand" ! Leider haben das die Kampfrichter und das nicht zum ersten mal "mit Tomaten auf den Augen" anders gesehen . . . . und die Koreanerin mit Ihren "verpatzten Landungen" Total überbewertet und so Julia um verdientes Edelmetall betrogen ! ! !
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  • Kommentar von alma lüscher, bern
    Absolut grossartige Leistung. Gratulation. Julia wurde um die Medaille betrogen. Ihr zweiter Sprung wurde zu schlecht beurteilt und der erste wie der zweite Sprung der Nordkoreanerin überbewertet. Wäre interessant zu wissen wer in der Jury vertreten war.
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    1. Antwort von Juha Stump, bern
      Das sehe ich genau gleich wie Sie. Ich habe alle Sprünge dieses Finals gesehen und finde ebenfalls, dass Giulias Sprünge technisch sauberer waren als die der Nordkoreanerin, die dafür mehr "Kraft" hineingesteckt hat. Natürlich können wir immer darüber diskutieren, wie weit die Jury mitentscheidet, aber wir dürfen nicht vergessen, dass es auch im Kunstturnen "Lobbies" gibt. So haben z.B. die Amis und Asiaten im Zweifelsfall immer die besseren Karten als die "kleinen" Schweizer.
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    2. Antwort von Laura Steiner, bern
      Wenn jemand betrogen wurde, dann Giulia und nicht Julia!
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