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Leichtathletik-WM Büchel meistert erste Hürde – Kambundji verpasst Final

Selina Büchel kann ihr erstes Ziel an der WM in London abhaken. Die Toggenburger 800-m-Läuferin qualifizierte sich auf direktem Weg für die Halbfinals. Mujinga Kambundji und Sarah Atcho bleiben im 200-m-Halbfinal hängen.

  • Selina Büchel steht am Freitagabend, 20:35 Uhr, in London wieder im Einsatz
  • Mujinga Kambundji löst nach diskreter Leistung auch über 200 m das Finalticket nicht
  • Léa Sprunger verpasst über 400 m Hürden als 5. eine Medaille

Selina Büchel zeigte auf den zwei Bahnrunden vom ersten Meter an ein aktives Rennen. Die Toggenburgerin reihte sich im schnellsten Heat unmittelbar hinter der Spitze ein. Auch, als im Finish das Tempo angezogen wurde, konnte sie dagegenhalten.

Legende: Video Büchel: «Easy ist es an einer WM nie» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Vom 10.08.2017.

Die zweifache Hallen-Europameisterin verteidigte Rang 3 und schaffte so in 2:00:23 Minuten den direkten Vorstoss in die Halbfinals. «Es hat sich strenger angefühlt als die Endzeit suggerieren mag», bilanzierte Büchel.

Semenya im Schongang

Mit einem Saisonbestwert von 1:59:46 hat die 26-Jährige bestimmt noch Luft nach oben. «Morgen wird es sicher ein ganz anderes Rennen, ich fühle mich aber bereit dafür», blickte sie auf ihre Aufgabe im Halbfinal voraus.

Zuversicht verleiht auch die Gesamtabrechnung aller Vorläufe. Büchel realisierte dabei die drittschnellste Zeit. Olympiasiegerin Caster Semenya etwa ging es deutlich gemächlicher an und qualifizierte sich in 2:01:33.

Legende: Video Kambundji verliert auf den letzten Metern zu viel Zeit abspielen. Laufzeit 2:24 Minuten.
Vom 10.08.2017.

Kambundji kann im Finish nicht mehr reagieren

Mujinga Kambundji blieb über 200 m weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. In 23,00 Sekunden verfehlte sie ihren Topwert aus diesem Juli gleich um 0,58 Sekunden. In der Endabrechnung reichte dies zum 10. Platz – wie schon zu Beginn der Titelkämpfe im Kurzsprint. Der Cut fürs weiterkommen wäre bei 22,85 gelegen, diese Marke sollte sie drauf haben.

So muss sich die Bernerin den Vorwurf machen, dass sie ihre Leistung für einmal nicht punktgenau abrufen konnte. Nach einem starken Start lag sie in der Kurve noch aussichtsreich im Rennen, dann aber musste sie abreissen lassen. «Es ging nichts mehr, und ich kam noch fast zu Fall», haderte sie.

Legende: Video Kambundji: «Die Finalvorgabe sollte ich längstens drauf haben» abspielen. Laufzeit 2:41 Minuten.
Vom 10.08.2017.

Atcho bleibt ohne Chance

Für Sarah Atcho hingen die Final-Trauben wie erwartet zu hoch. Die Romande verkaufte in ihrem Heat mit Dafne Schippers (22,49) als Siegerin ihre Haut aber teuer. In 23,12 Sekunden blieb aber ihr persönlicher Rekord – und somit auch die Top 8 auf der Weltbühne – ausser Reichweite.

Mit erst 22 Jahren hat Atcho die Zukunft aber noch vor sich und wird schon am Wochenende eine wichtige Kraft in der Schweizer Staffel sein.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.08.2017 19:25 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Ich muss sagen bin Überrascht wie hier Kambundsji Resultat gelobt wird, Tatsache ist das sie eine einmalige Change mit einer schlechten Leistung verpasst hat, da hat Atcho eine viel bessere Leistung gebracht.
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  • Kommentar von Andreas Krummenacher (Andreas Krummenacher)
    Ay, war das schade von Kambundji: Ihr Frust im Interview ist nachzuvollziehen: Denn auch dass sie als Schweizer Sprinterin als erste mit mehreren Metern Vorsprung in einem WM-Halbfinal aus der Kurve kommt ist ja sacksark. Super. Daher jetzt nicht aufgeben, sie ist sehr nahe dran an den besten acht im 100er und im 200er. Go for it. Ich drücke ihr alle Daumen für die nächsten Treffen mit den Grossen.
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  • Kommentar von Stefan Faes (Stefan Faes)
    Gratulation an Selina Büchel und gute Beine für den Halbfinal. Zu Mujinga: Auch wenns in beiden Disziplinen nicht für den Final gereicht hat, 10. Platz sowohl über 100m wie auch 200m an einer WM sind Leistungen, die nicht nur gewürdigt, sondern auch gefeiert gehören. Weitermachen:-)
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    1. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Ich denke, bei Mujinga Kambundji muss man differenzieren. Über 100m waren die Auftritte richtig stark; der 10. Platz mit einer sehr guten Zeit und in einer starken Konkurrenz war hervorragend. Über die 200m hat sie gestern jedoch eine grosse Chance verpasst. Nach glänzendem Start und Kurvenlauf gingen auf den letzten 50m leider die Kräfte aus und sie hat viel an Terrain verloren. Über die 200m ist das Feld bei den Damen in diesem Jahr schwach besetzt, die Tür für das Finale war weit offen
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