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Leichtathletik-WM Hussein rennt klar an den Medaillen vorbei

Kariem Hussein hat über 400 m Hürden nicht in den Kampf um die WM-Medaillen eingreifen können. Dem Thurgauer blieb im vom Norweger Karsten Warholm gewonnenen Rennen Platz 8.

  • Keine Steigerung im Vergleich zum Halbfinal: Hussein wird in 50,07 Sekunden gestoppt
  • Karsten Warholm (No) beerbt in 48,35 als Weltmeister den verletzten Nicholas Bett (Ken)

Für Kariem Hussein gab es im Endlauf rein gar nichts mehr zu holen. Der EM-Goldgewinner aus dem Jahr 2014 lief in einem langsamen Rennen der Spitze deutlich hinterher und durfte sich zu keinem Zeitpunkt Chancen auf das Podest ausrechnen.

In 50,07 Sekunden blieb der 28-Jährige bei unangenehm kühlen Bedingungen auch in Bezug auf die Zeit einiges schuldig. Seine persönliche Saison-Bestleistung von 48,79 hätte immerhin zum 4. Platz gereicht. Im Halbfinal lief Hussein 49,13.

Legende: Video Hussein analysiert ein verpatztes Rennen abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.08.2017.

Der Ostschweizer selbst sagte, dass er trotz seiner Erfahrung Lehrgeld bezahlt habe. «Irgendwie habe ich den Moment verpasst, um zu agieren. Es war dann allzu schnell alles vorbei, und auch Ausgang der Kurve konnte ich nicht mehr wie gewünscht zulegen.»

Eine norwegische Premiere

Dagegen hat der erst 21-jährige Karsten Warholm dem Schweizer einiges voraus. Er holte als erster Norweger WM-Edelmetall über 400 m Hürden – und zwar in 48,35 gleich Gold.

Die US-Amerikaner blieben zum vierten Mal in Serie über ihre einstige Paradestrecke sieglos. Immerhin blieb Olympiasieger Kerron Clemont hinter Yasmani Copello (Tür) die bronzene Auszeichnung.

Legende: Video Husseins Interview in voller Länge abspielen. Laufzeit 03:36 Minuten.
Aus sportlive vom 09.08.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.08.2017 19:55 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Suat Ulusoy (SuatU)
    @ Markus Hausammann: Es gibt einen grossen Unterschied zwischen Selbstvertrauen und Arroganz. Viele der Topathleten bestechen durch ihr Selbstvertrauen (einer der Erfolgsfaktoren), sind aber gleichzeitig sehr bescheiden in ihrem Auftreten. Sie ruhen in sich, verfolgen aber gleichzeitig konsequent ihre Ziele. Arroganz ist dagegen meist ein Zeichen von Unsicherheit.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Schlimmer als der Lauf selbst war sein Interview. Das war ein totales Gefasel. Es ist eben nicht möglich ein Medizinstudium zu absolvieren und dazu im Hürdenlauf absolute Weltklasse zu sein. Er mag gutaussehend, talentiert und ehrgeizig sein, er wirkt jedoch zu sehr von sich eingenommen und dann fehlt eben das letzte Quäntchen Härte und Leidensfähigkeit. Es wäre wesentlich zielführender, wenn er an einer US-Uni trainieren und sich eine Zeitlang auf den Sport konzentrieren würde.
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  • Kommentar von Suat Ulusoy (SuatU)
    Leider wie im Vorlauf ein ganz schwacher Auftritt von Hussein. Da gilt es für ihn und seinen Trainer wirklich genau zu analysieren, was schief gelaufen ist und warum er beim Saisonhöhepunkt derart weit hinter seiner Saisonbestzeit geblieben ist. Vom Finaleinzug sollte man sich nicht blenden lassen. Es war kein kleiner Fortschritt gegenüber Peking 2015, sondern ein grösserer Rückschritt. Dabei hätten doch wettertechnisch Erinnerungen an Zürich 2014 aufkommen müssen.
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