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Leichtathletik-WM Makwala kommt im Sonderzüglein zurück – und steht im Final

Isaac Makwala hat sich im Vorprogramm des 6. WM-Tages in London in einem kuriosen Solorennen für die Halbfinals über 200 m qualifiziert. Hinterher macht er eine Hand voll Liegestützen und danach den nächsten Schritt.

Legende: Video Makwala: Einsames Rennen und dann 7 Liegestütze abspielen. Laufzeit 00:38 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.08.2017.

Für Isaac Makwala gab es an der WM eine unerwartete Kehrtwende:

  • Am Montag war er mit einem Startverbot auferlegt worden. Der internationale Leichtathletik-Verband IAAF sperrte den Athleten, weil dieser am in London grassierenden Magen-Darm-Virus gelitten haben soll.
  • Am Mittwoch gab dann der Verband dem Protest aus dem Lager der Botswaner statt. Nach Ablauf der 48-stündigen Quarantäne liess er den Betroffenen in einem Solorennen an den Start.

Um als «Nachzügler» die Halbfinals zu erreichen, waren 20,53 Sekunden gefordert. Der vom Norovirus genesene Makwala gab die Antwort auf der Bahn – er lieferte in 20,20. Hinterher reagierte er mit Wut und Spott auf das Hin und Her: Er machte auf der regennassen Tartanbahn 7 Liegestütze und salutierte dann in Richtung Publikum.

Eine schnelle Erholung

Es blieb eine Verschnaufpause von gerade einmal 2 Stunden, ehe der Jahresschnellste (19,77) in strömendem Regen noch einen drauf setzte. In 20,14 Sekunden steigerte er sich minimal und sicherte sich so den Vorstoss in den Final – diesmal auf direktem Weg.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.08.2017 19:55 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von Suat Ulusoy (SuatU)
    Wirklich bemerkenswert, dass die IAAF für Makwala einen zusätzlichen Vorlauf ansetzte. Makwala hat die Chance genutzt, auch im Halbfinale überzeugt und hat nun auch eine grosse Chance auf eine Medaille. Dann würde die Story noch interessanter....der Fall bleibt aber undurchsichtig, da Makwala behauptet hatte, gar nie untersucht worden zu sein. Diese Aussage erscheint aber wenig glaubwürdig.
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  • Kommentar von Timeo Wulle (timtim1818)
    Finde ich gerecht.
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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Eine salomonische Lösung - ein Bravo an die Organisatoren! - Gleichzeitig ein Lob ans souveräne Kommentatorenduo - verbunden mit einem Vorschlag zur weiteren Verbesserung (ich glaube, es betrifft Patrick Schmid): Die Zahl "sechs" spricht man nicht "sech-s" aus, sondern "segs" - ja, es klingt wie "Sex", ist halt so! Und es heisst auch nicht "Versujch", sondern "Versuch", mit herzhaftem Zürcher Halskrankheits-Chchch - nach "a", "o" und "u" ist dieser Laut auch im Hochdeutschen der Richtige!
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