Zum Inhalt springen

Leichtathletik-WM Schweizer Staffel verpasst Sprung in den Final

Die Schweizer Frauen Staffel hat es an der WM in Peking nicht geschafft, sich für den Final zu qualifizieren. In 43,38 Sekunden blieb das Quartett als 13. chancenlos.

Legende: Video «Wechselfehler: Schweizer Frauen vergeben Final-Platz» abspielen. Laufzeit 2:36 Minuten.
Aus sportaktuell vom 29.08.2015.

Um sich für den Final zu qualifizieren, hätten Marisa Lavanchy, Lea Sprunger, Mujinga Kambundji und Sarah Atcho eine Zeit im Bereich des Schweizer Rekords (42,94 Sekunden) erzielen müssen. Lange sah es danach aus, als könnte sich der Traum von der Endlauf-Qualifikation erfüllen.

Der letzte Wechsel von Kambundji auf Atcho, die erstmals an einer WM dabei war, missriet jedoch komplett. Die Schlussläuferin musste abbremsen, verlor das ganze Tempo und blieb auf der Zielgeraden schlussendlich chancenlos (6.).

Legende: Video «Das Schweizer Quartett im Interview» abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Vom 29.08.2015.

Ein unerklärlicher Fehler

Nach dem Out im Vorlauf zeigten sich die Schweizerinnen enttäuscht. «Es ist schade, ohne diesen Fehler hätte das eine sehr gute Zeit geben können», meinte etwa Sprunger zum Auftritt der Staffel. Man müsse jetzt analysieren, wie genau es zu diesem Fehler habe kommen können.

Kambundji, die nach dem knappen Verpassen des 100- respektive 200-m-Finals gerne noch einen Endlauf bestritten hätte, wirkte ratlos. «Als ich in die Wechselzone kam, merkte ich, dass es nicht reicht. Sarah musste dann zu fest abbremsen», analysierte die Schweizer Rekordhalterin über 100 m.

Auch Staffel-Coach Laurent Meuwly war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Auf den ersten 200 m sei man so schnell gewesen wie zuvor noch nie, sagte er. «Und wenn man dann sieht, dass man sich mit 43,09 Sekunden für den Final qualifiziert hätte, ist das schon bitter», fügte Meuwly an.

Jamaika einmal mehr eine Macht

Vorlaufschnellste waren die Jamaikanerinnen mit 100-m-Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser-Pryce in 41,84 Sekunden. Auch bei den Männern meldeten die Jamaikaner ihre Gold-Ambitionen an. Das Team schonte zwar seinen Superstar Usain Bolt, lief in 37,41 Sekunden dennoch deutlich vor den USA mit ihrem Topläufer Justin Gatlin (37,91) über die Ziellinie.

Legende: Video «Laurent Meuwly: «Das ist schon bitter»» abspielen. Laufzeit 1:59 Minuten.
Vom 29.08.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, laufende Leichtathletik-WM-Berichterstattung

10 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter müller, zürich
    Es ist unglaublich was Meuwly hier erzählt. Deutschland hat einen kumulierten Wert von 44.88 die Schweiz von 46.00. Fliegend geht das zu Gunsten von Deutschland + 0.70 Sekunden aus mindestens. Mit dieser Staffel ist die Schweiz in den Bahamas etwa 43.50 gerannt nun 43.38. Da wäre schon dort ein Rekord fällig gewesen. Man läuft keine 42.80 mit solch langsamen Läuferinnen. Russland mit einer mässigen Staffel hat keine einzige Läuferin im Einsatz über 11.50 Top 10 alle unter 11.50
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von peter müller, Zürich
    Trainer Meuwly kann bei Weltklasse in Zürich beweisen, dass er lernfähig ist, Kambundji war seit 2011 regelmässig Startläuferin. Die Staffel Kambundji, Sprunger, Lavanchi und als Schlussläuferin Naomi ZBären wird den Rekord von 42.94 um 2 Zehntel senken. ZBären hat eine 11.50 aus 2015 stehen läuft also mit Start 2/10 schneller als Atcho - fliegend wahrscheinlich noch eher mehr. Diese Staffel wäre auch in Peking möglich gewesen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von René, St.Gallen
      @peter müller Noemi Zbären heisst sie. In der Theorie wäre eine Staffel mit ihr möglich. Aber nicht realistisch bei der vergangenen WM. Warum lief sie nicht? Es gab mind. 2 Gründe Herr Müller. Ihre Zahlen sind Spielereien. Eine Staffel hat eigene Gesetze, zB muss eingespielt sein, durch die fliegende Übernahme kommen Startschwächen kaum zum tragen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marco Knecht, 6929 Gravesano
    Unglaublich wie viele potenzieller guteTrainer dass es in der Schweiz gibt. Schade dass dann alle diese Leute keine Verantwortung nehmen wollen...und sie sich begnügen die richtigen Trainer zu kritisieren...als wäre Alles sehr Einfach.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen