Wegen Magen-Darm-Virus: Makwala darf über 400 m nicht starten

Isaac Makwala wird den Final über 400 m am Dienstagabend wegen einem Magen-Darm-Virus verpassen. Während auch Athleten anderer Nationen betroffen sind, wurde die Schweizer Delegation bisher verschont.

Isaac Makwala. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zum Zuschauen verdammt Isaac Makwala. Imago

Isaac Makwala hat in London eine rabenschwarze Woche erwischt. Nachdem der botswanische Sprinter am Montagabend wegen einer Magen-Darm-Erkrankung bereits die Vorläufe über 200 m hatte auslassen müssen, wird er am Dienstagabend auch über seine Paradestrecke nicht am Start sein.

Makwala galt über die ganze Stadionrunde als härtester Herausforderer von Weltrekordhalter Wayde Van Niekerk. Im Verlaufe des Dienstags schrieb der 30-Jährige auf Facebook, dass er sich besser fühle. Vom Internationalen Leichtathletikverband IAAF wurde ihm der Start im 400-m-Final nun aber untersagt:

«  Isaac Makwala was withdrawn from the men’s 400 metre (final) due to a medical condition on the instruction of the IAAF Medical Delegate. »

Statement IAAF

Der kanadische Teamarzt gibt Auskunft

0:38 min, vom 8.8.2017

Offizielles Athleten-Hotel betroffen

Wie das Organisationskomitee der WM am Dienstagabend mitteilte, hatten insgesamt 30 Menschen über Magen-Darm-Probleme geklagt, in 9 Fällen liege eine Erkrankung vor. Davon betroffen sind neben dem botswanischen Team auch deutsche, kanadische und irische Athleten, welche alle im selben Hotel nahe der Tower Bridge logieren.

Keine Probleme bei Swiss Athletics

Entwarnung gab es derweil aus dem Lager der Schweizer Delegation. Salomé Kora habe sich am Montag etwas unwohl gefühlt, heute gehe es ihr aber bereits wieder viel besser, erklärte Peter Haas, Chef Leistungssport bei Swiss Athletics. «Wir hoffen, dass wir weiterhin verschont bleiben.»

Reagiert hat man im Schweizer Team dennoch, wie dieser Tweet mit Fabienne Schlumpf und Selina Büchel zeigt:

Sendebezug: SRF 3, Morgenbulletin, 8.8.2017, 8 Uhr