Abraham: «Die Goldmedaille ist zurück zuhause»

Im Siegesinterview erklärt Tadesse Abraham, weshalb er die Niederlage an der Heim-EM in Zürich gebraucht hat, um sich nun 2 Jahre später in Amsterdam zum Europameister küren lassen zu können.

Bereits vor 2 Jahren an der Heim-EM in Zürich hatte Tadesse Abraham die Gold-Medaille anvisiert. Damals verpasste er das Ziel deutlich und auch an der WM 2015 klassierte sich der Genfer mit Wurzeln in Eritrea nur im Mittelfeld.

Abrahams Zieleinlauf zu EM-Gold

0:59 min, vom 10.7.2016

Das gute Gefühl beim Start

Nun hat es mit der ersehnten Medaille, dem ersehnten Sieg also endlich geklappt. «Im Sport», sagt Abraham nach dem Rennen in Amsterdam, «muss man immer dran bleiben. Man muss die schlechteren Zeiten hinter sich lassen, denn man kriegt immer wieder eine neue Chance.»

Abraham hatte sich in Äthiopien auf die EM 2016 vorbereitet. Er fühlte sich schon vor dem Halbmarathon gut: «Ich habe problemlos durchgeschlafen, fühlte keinen Stress. Ich war wirklich cool, realisierte erst bei meiner Ankunft im Startgelände, dass ein wichtiges Rennen auf dem Programm steht.»

«Die Goldmedaille ist wieder zuhause»

Im Rennen habe er sich dann auf der ersten Runde den schwierigen Parcours eingeprägt. Dass er die Konkurrenz mit Kaan Kigen Özbilen dominiert hat, sei kein Zufall gewesen: «Er war sehr stark und sehr schnell». Trotzdem konnte Abraham den Türken mit kenianischen Wurzeln in Schach halten.

Nach dem Triumph 2010 von Viktor Röthlin hat die Schweiz also wieder einen Europameister in der Langdistanz. Was Abraham vor 2 Jahren verwehrt geblieben wat, hat er nun geschafft. «Die Goldmedaille», freut sich der 33-Jährige, «ist wieder zuhause.»

Die Schweizer Leichtathletik-Europameister im Bild

* Vom Geher Fritz Schwab, der 1950 in Brüssel über 10 km Gold gewann, sind keine Bilder verfügbar.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.07.2016, 09:30 Uhr