Aufgeräumter Bolt startet europäische Abschiedstournee

Mit 10,03 Sekunden über 100 m hat Usain Bolt auf Jamaika vor zwei Wochen eine bescheidene Zeit geliefert. Beim Meeting im tschechischen Ostrava hat man das Risiko einer Panne des achtmaligen Olympiasiegers bewusst minimiert.

Bolt stellt sich an der PK im tschechischen Ostrava den Medienvertretern. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Läuft seine letzten Rennen in Europa Bolt stellt sich in Ostrava den Medienvertretern. Imago

  • 15'000 Fans werden am Mittwochabend im Stadion Bolts 100-m-Auftritt verfolgen.
  • Bolt will dabei «eine gute Show liefern» und versuchen, «es zu geniessen».
  • Privatjet und ein schwach besetztes Feld – was das Risiko einer Panne reduziert – umrahmen die Abschieds-Feierlichkeiten.

Sportlicher Zielpunkt von Bolts Europa-Aufenthalt ist ohnehin die WM in London anfangs August. Zeigt er dort den Jüngeren erneut den Meister? «Ich bin der schnellste Mann der Welt, also würde ich mal ja sagen», so der Dreissigjährige.

Für IAAF-Präsident Sebastian Coe ist klar: «Bolt ist und bleibt der ‹Muhammad Ali› der Leichtathletik.» Allerdings habe er wohl erkannt, dass der richtige Moment zum Abtreten gekommen sie.

Reduzierter WM-Start

Vielleicht verzichtet Bolt deshalb an der WM auf seine eigentliche Lieblingsstrecke: «Die 200 m renne ich sicher nicht.» Zu den 11 WM-Goldmedaillen kommen also höchstens noch zwei dazu – über die 100 m und mit der 4x100-m-Staffel.

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Bolt läuft letztes Rennen auf Jamaika

2:46 min, aus sportpanorama vom 11.6.2017