Büchler springt Schweizer Rekord in Doha

Stabhochspringerin Nicole Büchler hat die Freiluftsaison mit einem Ausrufezeichen lanciert. Beim Diamond League Meeting in Doha verbesserte die Bielerin ihren eigenen Schweizer Rekord um 7 Zentimeter.

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Büchler springt in Doha Schweizer Rekord

0:59 min, aus sportaktuell vom 6.5.2016

Den Sieg hat Büchler beim ersten Diamond League Meeting der Saison zwar verpasst, gross hadern wird sie damit aber wohl nicht. Beim Wettkampf in der katarischen Hauptstadt überquerte sie im 1. Versuch 4,78 Meter und verbesserte ihren eigenen Schweizer Rekord damit gleich um 7 Zentimeter.

Nur Indoor noch höher

Den Wettkampf beendete Büchler auf dem 2. Platz. Sie musste sich nur der Amerikanerin Sandi Morris geschlagen geben, die 4,83 Meter übersprang. Die Schweizerin war an dieser Höhe dreimal gescheitert, beim letzten Versuch allerdings äusserst knapp. Dies verdeutlicht, dass sie Bielerin ihren Zenit noch nicht erreicht hat.

«  Ein Rekord zum Auftakt - das ist verrückt. »

Nicole Büchler

«Ich freue mich riesig, dass es mir so gut gelaufen ist», sagte eine strahlende Büchler. Sie habe in letzter Zeit einige technische Änderungen vorgenommen, nun passe aber alles zusammen. «Ich bin überglücklich. Ein Rekord zum Auftakt – das ist verrückt.»

Anlässlich der Hallen-WM im März hatte Büchler bereits einmal die Höhe von 4,80 Meter geschafft. Für die Indoor-Leistungen wird allerdings eine separate Liste geführt.

Bowie schneller als Schippers

0:55 min, vom 6.5.2016

Zahlreiche Top-Leistungen

Die optimalen äusseren Verhältnisse in Doha nutzten auch andere Athletinnen und Athleten zu hochkarätigen Leistungen. An einigen der zahlreichen Jahres-Weltbestleistungen wird sich die Konkurrenz diesen Sommer die Zähne ausbeissen.

So wurde Europas niederländische Sprint-Queen Dafne Schippers trotz 10,83 Sekunden nur Zweite über 100 m. Die Jahresweltbestleistung von 10,80 Sekunden hält die Siegerin Tori Bowie (USA).

Die Südafrikanerin Caster Semenya, oft grossen Schwankungen unterworfen, lief über 800 m locker eine tiefe 1:58er-Zeit. Die kolumbianische Dreispringerin Caterine Ibarguen knackte bereits die 15-m-Marke und Jamaikas neuer Hürdenstar Omar McLeod blieb trotz eines fehlerhaften Laufs nur knapp über 13 Sekunden.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 04.05.2016 18:45 Uhr