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Griffith-Joyners 20. Todestag Schrill, extravagant – und unfassbar schnell

Vor 20 Jahren stirbt die schnellste Sprinterin der Welt. Ihre zwei Weltrekorde sind seit 1988 wie in Stein gemeisselt.

Legende: Video Griffith-Joyner – 1988 plötzlich überirdisch schnell abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.09.2018.

Lange fiel die 1959 geborene Florence Griffith-Joyner auf der Tartanbahn vor allem durch ihr Outfit auf – ellenlange Fingernägel und hautenge Laufanzüge. Dann plötzlich explodierten ihre Leistungen innert kürzester Zeit:

  • 16.7.1988: Bei den Olympia-Trials läuft Griffith-Joyner 100 m in 10,49. Bis heute Weltrekord. Ihre vorherige Saisonbestzeit: 10,96.
  • 29.9.1988: Griffith-Joyner gewinnt über 200 m Olympia-Gold in 21,34 (vorherige Saisonbestzeit 21,96). Ebenfalls noch immer Weltrekord.

Kurz darauf trat «Flo Jo» zurück. Weil eine härtere Praxis bei Dopingkontrollen angekündigt worden war, fanden dies viele verdächtig.

Am 21.9.1998 schliesslich wurde Griffith-Joyner tot in ihrem Bett aufgefunden. Erst 38-jährig. Spätfolgen von Doping? Laut Obduktion war die Sprintkönigin im Schlaf durch eine angeborene Anomalie des Gehirns gestorben.

Die schnellsten 100-Meter-Läuferinnen

1.
Florence Griffith-Joyner10,4916.7.1988
2.Carmelita Jeter
10,6420.9.2009
3.Marion Jones
10,6512.8.1998
4.Shelly-Ann Fraser-Pryce10,7029.6.2012
5.Elaine Thompson
10,711.7.2016

Zweifel sind bis heute geblieben. Geblieben sind auch Griffith-Joyners zwei Fabelweltrekorde. Bis heute sind ihre Nachfolgerinnen den unfassbaren Zeiten von 1988 nicht einmal nahe gekommen.

Die schnellsten 200-Meter-Läuferinnen

1.
Florence Griffith-Joyner21,34
29.9.1988
2.Marion Jones
21,62
11.9.1998
3.Dafne Schippers
21,63
28.8.2015
4.Merlene Ottey
21,64
13.9.1991
5.Elaine Thompson
21,66
28.8.2015

13 Kommentare

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  • Kommentar von Othmar Eberhard (Othmar Eberhard)
    Da wären noch die Weltrekorde über 400 m u. 800 m der Frauen. Die müssten auch längst gestrichen werden.
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  • Kommentar von Florian Lechner (Buddha91)
    Ich sage dazu nur " In dubio pro reo "
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  • Kommentar von André Piquerez (Nemesis1988)
    Ich denke mal sie hat ganz eindrücklich demonstriert was für einen Unterschied es macht wenn man gedopt ist. Offensichtlicheres Dopen geht fast nicht mehr. Ihre Athletik war ja nicht überragend. Bei Lance Armstrong war es genauso, der war nicht besonders gut und wurde dann über Nacht unbesiegbar. Ich habe mich immer gewundert dass Lance Armstrong so lange unerkannt dopen konnte und fast damit davon kam, bei ihm war es so dermassen offensichtlich dass da viel Doping im Spiel war...
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    1. Antwort von Markus Breitschmid (Markus in Washington)
      Es wussten viele Leute dass Armstrong gedopt war, aber sie haben ihn 'gedeckt'. Der Grund: das Geld. Da Armstrong Amerikaner war konnte man erstmals Fernsehrechte im lukrativen amerikanischen Markt verkaufen. Da haben dann eben schussendlich haben alle davon profitiert ... selbst die Gehälter jener Rennfahrer die nie selbst eine Tour de France gewonnen haben.
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    2. Antwort von Suat Ulusoy (SuatU)
      Bei Lance Armstrong gilt es jedoch anzumerken, dass seine Hauptkonkurrenten genauso gedopt waren. Zudem hat Doping im Radsport wahrlich nicht erst in der "Ära Armstrong" begonnen.
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