Hussein und Büchel souverän im Final

Titelverteidiger Kariem Hussein ist an der Leichtathletik-EM in Amsterdam mit Saisonbestleistung über 400 m Hürden in den Final eingezogen. Auch Selina Büchel überzeugte im Halbfinal über 800 m.

Kariem Husseins erster Auftritt an der EM in Amsterdam war überzeugend. Der Thurgauer verbesserte seine Saisonbestleistung über 400 m Hürden in 48,87 Sekunden um 11 Hundertstel und beendete seinen Heat auf Platz 2.

Hussein musste sich nur dem Norweger Karsten Warholm (Nor) beugen, der in 48,84 Sekunden einen neuen Landesrekord aufstellte. «Der Plan war, instinktiv zu laufen. Die Windverhältnisse hier ändern minütlich. Technisch kann ich sicher noch besser laufen», kommentierte der 27-Jährige seinen ersten Auftritt in Amsterdam.

Hussein: «Der Plan war, instinktiv zu laufen»

2:11 min, vom 7.7.2016

Eine grosse Hürde im Final

Grösster Herausforderer für den Schweizer Titelverteidiger dürfte im Final Yasmani Copello Escobar werden. Der Türke stellte mit 48,42 Sekunden nicht nur die schnellste Zeit aller drei Halbfinal-Läufe, sondern auch eine europäische Jahresbestzeit auf.

Den Vorlauf am Mittwoch hatte Hussein nicht bestreiten müssen, da die Top 12 der europäischen Bestenliste vorqualifiziert waren. Der Final findet am Freitag um 19:40 Uhr statt.

Büchel überzeugt erneut

Eine souveräne Leistung zeigte auch Selina Büchel. Die 800-m-Läuferin lief ein taktisch kluges Rennen und stiess erst in der letzten Kurve an Position 2 vor. In 2:00,30 Minuten stellte die St. Gallerin eine Saisonbestleistung auf und musste sich in ihrem Heat nur der Französin Renelle Lamote (1:59,87) geschlagen geben.

Büchel: «Ich bin überglücklich»

1:22 min, vom 7.7.2016

«Ich bin überglücklich, dass es gereicht hat. Der Start in die Saison war nicht sehr gut, aber heute hat es sich wieder angefühlt wie ein richtiger Wettkampf», gab eine strahlende Büchel zu Protokoll. Man darf gespannt sein, was für die 25-Jährige am Samstag im Final (21:40 Uhr) drinliegt.

Wilson und Burgunder scheitern

Die Finalqualifikation verpasst hat Sprinter Alex Wilson über 100 m. Der gebürtige Jamaikaner hatte kurz nach dem Start einen kleinen Stolperer zu verzeichnen und lief eine Zeit von 10,34 Sekunden. Damit blieb er über seiner Leistung aus dem Vorlauf (10,30) und konnte in seinem Halbfinal lediglich zwei Konkurrenten hinter sich lassen.

Ebenfalls nicht für den Final reichte es Joel Burgunder über 400 m. Der Oberaargauer, der die Qualifikation für den Halbfinal als Gesamtneunter geschafft hatte, blieb in seinem Heat chancenlos und lief als Letzter über die Ziellinie. In 47,23 Sekunden blieb er deutlich über seiner persönlichen Bestleistung von 46,11 Sekunden.

Bereits in der Morgensession haben sich Alex Wilson (200 m) und Salomé Kora (100 m) für die Halbfinals qualifiziert. Im Stabhochsprung erreichte Angelica Moser den Final. Zur Übersicht geht es hier.

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Alex Wilson: «Warum muss das grad jetzt passieren...»

1:27 min, vom 7.7.2016

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16:00 Uhr, 07.07.2016