Keine WM: Gay kann Versprechen an tote Tochter nicht einlösen

Tyson Gay hat für seine tragisch verstorbene Tochter die Teilnahme an der WM vom August in London angepeilt. Nun ist der Traum des zweitschnellsten Manns der Geschichte geplatzt.

Tyson Gay schaut enttäuscht ins Leere Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: WM-Teilnahme verpasst Tyson Gays Wunsch geht nicht in Erfüllung. EQ Images

Gays Tochter Trinity (15) hatte sich vor acht Monaten in einem Restaurant aufgehalten, als auf dem Parkplatz plötzlich Insassen aus zwei Autos aufeinander schossen. Sie wurde dabei von einer Kugel getroffen und starb wenig später.

Nichts ist für den 34-jährigen US-Sprinter seither, wie es war:

  • «Ich denke jeden Tag an meine Tochter – jeden Tag»
  • «Ich versuche, das Bild von ihrem Tod aus meinem Kopf zu kriegen»
  • «Ich glaube nicht, dass man wieder Frieden findet»

Für Trinity wollte es Gay nochmals auf die grosse Leichtathletik-Bühne schaffen. Doch nun scheiterte das Projekt London 2017 schon bei den US-Ausscheidungen. Gay stolperte beim Start und wurde nur Dritter in seinem 100-Meter-Vorlauf.

«  Du versuchst, an die guten Zeiten zu denken. »

Gay schliesst dennoch nicht aus, dass er seine Karriere fortsetzen wird. «Ich kämpfe immer noch», sagt er – und versteht das Laufen als eine Hilfe bei der Rückkehr in ein normaleres Leben: «Du versuchst, an die guten Zeiten zu denken.»

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Der Tatort in der US-Stadt Lexington (unkommentiert)

0:19 min, vom 17.10.2016