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Kambundji über 200 m im Final Büchel für mutiges Rennen nicht belohnt

  • Im Final über 800 Meter muss sich Selina Büchel an den European Championships nach aufopferungsvollem Kampf mit Platz 7 begnügen.
  • Mujinga Kambundji qualifiziert sich über 200 Meter für den Final. Diesen verpasst Sarah Atcho knapp und Cornelia Halbheer deutlich.
  • Fabienne Schlumpf läuft über 3000 m Steeple die beste Vorlauf-Zeit.
  • Siebenkämpferin Géraldine Ruckstuhl wird in ihrem ersten Wettkampf der Saison gute Neunte. Annik Kälin klassiert sich auf Platz 21.
  • Jason Joseph über 110 Meter Hürden, Delia Sclabas über 1500 Meter, Stabhoch-Springer Dominik Alberto, Hammerwerferin Nicole Zihlmann, sowie die beiden 4x400-m-Staffeln verpassen die Final-Qualifikation.

Selina Büchel zeigte im Final über 800 Meter ein äusserst engagiertes Rennen. Die Toggenburgerin lief sofort an die Spitze und hielt diese Position bis 80 Meter vor dem Ziel. Im Schlussspurt bezahlte sie dann jedoch für ihren Kraftakt, bis auf Platz 7 wurde sie noch durchgereicht. Ihre Zeit: 2:02,05.

Den Titel sicherte sich die Ukrainerin Natalia Pryschtschepa (2:00,38) vor der Französin Renelle Lamote (2:00,62) und Landsfrau Olga Ljachowa (2:00,79).

Für Mujinga Kambundji war die Final-Qualifikation über 200 Meter nur Formsache: In 22,84 hinter der überlegenen Holländerin Jamile Samuel (22,58) sprintete sie auf Platz 2. Will die Bernerin am Samstagabend im Kampf um die Medaillen mitreden, muss sie sich aber erheblich steigern.

Einen bitteren Abend erlebte Staffel-Kollegin Sarah Atcho. Die Romande lief in ihrem Rennen in 22,88 auf Platz 3 – am Ende fehlte nur 1 Hundertstelsekunde zum Final. Chancenlos blieb hingegen Cornelia Halbheer: In 23,98 lief sie als Achte drei Zehntel langsamer als im Vorlauf vom Morgen.

Fabienne Schlumpf steht nach einer Machtdemonstration im Final über 3000 m Steeple. Die Zürcherin lief ihren Vorlauf von der Spitze weg und gewann ihn in 9:32,32 auf souveräne Weise. Nebenbei stellte sie eine neue persönliche Saisonbestleistung auf. Den Final vom Sonntag verpasste mit Chiara Scherrer dagegen die zweite Schweizerin. Sie lief in 9:47,46 Minuten allerdings nahe an ihre persönliche Bestzeit heran.

Legende: Video Schlumpf: «Bin positiv gestimmt» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus sportlive vom 10.08.2018.

Im Siebenkampf verteidigte Géraldine Ruckstuhl am zweiten Tag ihren 9. Platz. Die 20-Jährige überzeugte vor allem im Speerwurf: In ihrer Paradedisziplin warf sie 56,31 m weit. Zum Schluss totalisierte sie starke 6260 Punkte. Annik Kälin (21.) sammelte 5572 Punkte.

Legende: Video Siebenkampf mit Ruckstuhl und Kälin abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Aus sportaktuell vom 10.08.2018.

Gold ging an die belgische Olympiasiegerin und Weltmeisterin Nafissatou Thiam (6816 Punkte), die sich vor der Britin Katerina Johnson-Thompson (6759) und der Deutschen Carolin Schäfer (6602) durchsetzte.

Weniger gut lief es Hürdenläufer Jason Joseph im Halbfinal über 110 Meter. Nach einem verpatzten Start kam der Baselbieter nicht mehr an die Schnellsten heran und wurde in seinem Lauf Fünfter in 13,53 Sekunden. Sein Schweizer Rekord aus diesem Jahr liegt bei 13,39.

Das Schweizer Toptalent Delia Sclabas zahlte Lehrgeld. Über 1500 Meter lief sie in 4:13,47 Minuten auf den 10. Platz ihres Halbfinals und verpasste den Finaleinzug. Die 17-Jährige hatte ihre Saison allerdings auf die U20-WM in Tampere Mitte Juli ausgerichtet, wo sie zweimal Bronze geholt hatte.

Für den Stabhoch-Springer Dominik Alberto ist die Leichtathletik-EM schon früh zu Ende. Der 26-Jährige übersprang in der Qualifikation zwar die Starthöhe von 5,16 m im zweiten Versuch, scheiterte danach aber an 5,36 m.

Gleich erging es Hammerwerferin Nicole Zihlmann. Ihr bester Versuch flog auf 61,67 m. Damit verpasste sie die geforderte Qualifikationsweite von 70 m klar.

Grosses Pech bekundete die 4x400-m-Staffel der Männer. Der Schwede Eric Martinsson und Ricky Petrucciani kamen einander auf der zweiten Ablösung in die Quere. Beide Staffeln fielen weit zurück und wurden anschliessend disqualifiziert.

Ausgeschieden ist auch die 4x400-m-Staffel der Frauen, die in ihrer Serie in 3:22,86 Rang 5 belegte und den Final um knapp 1 Sekunde verpasste.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.08.18, 10:45 Uhr

17 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Spuhler (phsp)
    Rein optisch gesehen ist Selina Büchel im Endspurt körperlich zu schwach um zu gewinnen. Hat sie sich zu stark engagiert in der ersten Phase des Laufes, weshalb sie am Ende chancenlos war? Erfreulich aber wie die Atlethen/innen an dieser Euro auftraten, potenzial nach mehr ist vorhanden. Lea Sprunger war superklasse.
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  • Kommentar von Erich Singer (liliput)
    Was mich an dieser EM stört ist der Versuch von Kommentatoren fast schon Medaillen im Vorfeld eines Rennens herbei zu reden. Wie`s den Athleten geht interessiert niemand. Sportler sind auch Menschen; haben mal einen schlechten Tag. Bei D.Sclabas war die Rede von einem "Jahrhunderttalent". Eine 17jährige schon so einzustufen ist vermessen und gefährlich.Ein kleines Land wie die Schweiz kann immer wieder grandiose Erfolge feiern! Also ihr Reporter: ein wenig Bescheidenheit täte uns Allen gut.
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    1. Antwort von Bruno Froehlich (Bruno Froehlich)
      So sehr einig mit ihnen. Mit "Trick" kann ich in Spanien SF Sperre ueberwinden und dachte, schaust ja sonst nie SF, doch fuer EM mit tollen CH Kandidaten und nutzte die Chance. Aber ohweh welch Kommentatorengeschwaetz, sprach wie fachlich, einfach zum Ohren schliessen, waeren da nicht manche TV fremde Assistenten, ehemalige Sportler, die die voellige Deinformation verhindern. Welch Unterschied zu ARD + ZDF, die lassen sehr oft einfach nur die Bilder sprechen, nutzen Mund nur fuer passende Infos!
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  • Kommentar von Stephan Roos (SR)
    Ihr Kommentar zeigt, dass Sie wohl irgendwie das Richtige meinen, es aber mangels eigener Erfahrung nicht aufs Tapet bringen können. (Dann tragen Sie als Psedonym noch den Namen eines sehr guten, ehemaligen Schweizer Sprinters. (Frech, aber das Wissen Sie ja bestimmt auch nicht.)
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