Regen in Zürich schwemmt Lehmanns Olympiatraum weg

Eine ausgeklügelte Vorbereitung sollte Adrian Lehmann als Marathonläufer an die Olympischen Spiele nach Rio de Janeiro führen. Dass der Berner letztlich klar scheiterte, lag nicht an seinem fehlenden Kampfwillen.

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Lehmanns geplatzter Olympiatraum

5:09 min, aus sportpanorama vom 24.4.2016

Seine bisherige Bestleistung am Berlin Marathon im vergangenen Herbst hat bei Adrian Lehmann den Traum von einer Olympiateilnahme auf den Plan gerufen. In 2:15:08 Stunden blieb der 26-Jährige nur um 68 Sekunden über der geforderten Limite.

In Zürich wollte der hoffnungsvolle Langstreckenspezialist seine 2. und zugleich letzte Qualifikationschance wahrnehmen. Der Berner Konstrukteur von der LV Langenthal liess in der Vorbereitung nichts unversucht. Ein paar Müsterchen:

  • Mit 2 Generatoren auf dem Balkon simuliert er in seinem Zimmer eine klimatische Höhe von 2500 Meter über Meer und betreibt so Höhentrainingslager.
  • Seit gut 3 Jahren lebt er in einer Spitzensport-WG. Das gemeinsame Wohnzimmer ist zur Turnhalle umgerüstet – mit Aussicht auf die 400-m-Bahn, wo er an seiner Tempohärte feilt.
  • Er lässt 2 kenianische Tempomacher einfliegen, die ihn auf Zürichs Strassen unterstützen sollen.
«  Das Härteste daran ist zu spüren, dass ich es eigentlich drauf hatte. »

Adrian Lehmann

Nicht beeinflussen konnte Lehmann das Wetter – prompt machte ihm Schneeregen einen dicken Strich durch die Rechnung. Lehmann belegte zwar den 4. Schlussrang, verfehlte in 2:19:17 Stunden die angepeilte Richtzeit aber deutlich.

«Das Härteste daran ist zu spüren, dass ich es eigentlich drauf hatte», resümierte Lehmann. Aber bei diesen Bedingungen sei seine Mission schlicht unmöglich gewesen. Darum weinte er im Ziel bittere Tränen.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 24.04.2016 18:15 Uhr