Rekord-Revolution in der Leichtathletik?

Mit einem tiefgreifenden Schnitt versucht die Leichtathletik, im Kampf gegen Doping an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Bald könnte es deswegen neue Rekordlisten geben.

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Bildlegende: Könnte ihren Marathon-Rekord verlieren Die Britin Paula Radcliffe. Reuters/Archiv

Das Council des europäischen Verbands EAA befürwortete am vergangenen Wochenende einen Reformplan für Europarekorde – demnach könnte es ab dem 1. Januar 2018 neue Rekordlisten geben. So sollen die bisherigen Bestleistungen in eine Art historische Liste überführt werden, aber nicht mehr als aktuelle Rekorde gelten.

«  Ich mag diesen Vorschlag. »

Sebastian Coe
IAAF-Präsident

Hintergrund des Vorschlags ist die Skepsis, die vielen aktuellen Bestmarken entgegengebracht wird. Viele der Rekorde wurden in den Hochzeiten des Anabolikadopings aufgestellt.

Im August könnte der Weltverband IAAF diese Vorschläge für Weltrekorde übernehmen. Präsident Sebastian Coe unterstützt die Idee: «Ich mag diesen Vorschlag», so der Brite, er sei ein «Schritt in die richtige Richtung». Um die angedachten Reformen auch auf Weltrekorde zu übertragen, müssten die anderen Kontinentalverbände zustimmen.

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Kritik von Rekordhaltern

Es gab aber auch teilweise heftige Kritik. Einige Athleten befürchten, durch die Regel mit Doping-Sündern in einen Topf geworfen zu werden.

Paula Radcliffe (Marathon-Rekordhalterin) fühlt sich «verletzt»

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