Rudisha erneut von Amos geschlagen

800-m-Weltrekordläufer David Rudisha ist bei «Weltklasse Zürich» nicht über den dritten Rang hinausgekommen. Es siegte der Jahresbeste Nijel Amos. Einen überlegenen Sieg feierte LaShawn Merritt über die volle Bahnrunde. Es war sein dritter Erfolg in Zürich.

In 1:43,96 überquerte der Kenianer Rudisha nicht nur hinter dem siegreichen Nijel Amos (Botswana), sondern auch hinter Ayanleh Souleiman aus Dschibuti die Ziellinie. Rudisha hatte sich bereits bei den Commonwealth Games in Glasgow Amos geschlagen geben müssen.

In Zürich ging Rudisha das Rennen langsam an und lag nach der ersten Runde weit zurück. Auf den letzten 200 m vermochte sich der Olympiasieger aus Position 5 immerhin noch etwas nach vorne zu kämpfen. Der Sieg im Diamond Race ging gleichwohl an Amos, der Rudisha in Zürich noch überholte.

Doppelter Triumph auch für Edward

Über 200 m setzte sich Alonso Edward in 19,95 Sekunden durch. Der 24-Jährige aus Panama sicherte sich damit gleichzeitig den Sieg im Diamond Race, indem er den Jamaikaner Nickel Ashmeade noch abfing. Der Staffel-Weltmeister musste sich in 20,01 mit Platz 2 begnügen.

Im 100-m-Rennen der Männer (ausserhalb der Diamond-Race-Wertung) setzte sich der Jamaikaner Kemar Bailey-Cole in 9,96 Sekunden (persönliche Saisonbestleistung) durch. Asafa Powell (Jam) wurde Vierter, Tyson Gay (USA) abgeschlagen Letzter. Bei den Frauen war Veronica Campbell-Brown (Jam) in 11,04 Sekunden die Schnellste, Europameisterin Dafne Schippers aus den Niederlanden kam auf Rang 4 (11,10).

Merritt zum Dritten

Im Rennen über 400 m setzte sich LaShawn Merritt überlegen durch. Für den Weltmeister aus den USA, der bereits vor seinem Auftritt in Zürich in der Disziplinenwertung nicht mehr einzuholen war, war es der dritte Sieg im Letzigrund nach 2009 und 2013.

Über 100 m Hürden musste sich bei den Frauen Olympiasiegerin Sally Pearson mit Rang 2 zufrieden geben. Die Australierin wurde in 12,71 Sekunden gestoppt, 13 Hundertstel hinter der Jahresbesten Dawn Harper-Nelson aus den USA.

Im allerletzten Rennen des Abends triumphierte die 4x100m-Staffel der Britinnen. Sie stellte mit 42,21 Sekunden zudem einen nationalen Rekord auf. Die favorisierten Jamaikanerinnen büssten als Zweite 12 Hundertstel ein.