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Rad Froome übersteht auch das Sturzfestival

Chris Froome ist wie viele andere Fahrer auf der 19. Etappe der Tour de France gestürzt. Der Brite bleibt dennoch Leader im Gesamtklassement. Der Tagessieg ging an Romain Bardet.

Legende: Video Viele Stürze auf der 19. Tour-Etappe abspielen. Laufzeit 3:40 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.07.2016.
  • Bardet lässt Franzosen jubeln
  • Froome stürzt, rafft sich jedoch auf
  • Auch Morabito und Reichenbach am Boden
  • Mollema der grosse Verlierer

Der Gewinner

Romain Bardet sicherte sich den Etappensieg bei der letzten Bergankunft der diesjährigen Tour solo und bescherte den Franzosen doch noch den ersten Erfolg. Der AG2R-Fahrer machte zudem einen Sprung vom 5. auf den 2. Rang im Gesamtklassement und darf vom Podium in Paris träumen.

Die Sturzopfer

Das 146 km lange Teilstück von Albertville nach St-Gervais Mont Blanc verkam mit einsetzendem Regen zur Rutschpartie. Der mit Rui Costa in Führung liegende Pierre Rolland machte den Anfang. Der Franzose rutschte in einer Kurve auf der nassen und dreckigen Strasse aus und ging zu Boden. Wenig später erwischte es die beiden Schweizer Steve Morabito und Sébastien Reichenbach (+9'33"). Auch Richie Porte (BMC) verlor die Kontrolle über sein Rad. Und 11 km vor der Zielankunft landeten auch Chris Froome und Vincenzo Nibali auf dem Asphalt.

Chris Froome mit zerrissenem Trikot und blutendem Knie
Legende: Gezeichnet Chris Froome. Keystone

Das Gesamtklassement

Doch scheinbar kann nichts Chris Froome etwas anhaben, auch kein Sturz. Der Tour-Dominator schnappte sich kurzum das Rad von Teamkollege Geraint Thomas und hielt den Schaden in Grenzen (36 Sekunden Rückstand auf Bardet). Dahinter wurde die Gesamtwertung aber durcheinandergewirbelt. Der grosse Geschlagene des Tages war Bauke Mollema. Der Niederländer verlor nach einem Sturz über 4 Minuten auf Bardet und fiel vom 2. auf den 10. Rang zurück. Zu den Verlierern gehört auch Richie Porte.

Zwischenklassement TdF nach 19 Etappen

1.
Chris Froome Team Sky
82:10' 37"
2.Romain Bardet AG2R La Mondiale
+ 04' 11"
3.Nairo Quintana Movistar+ 04' 27"
4.Adam Yates Orica-Bikeexchange+ 04' 36"
5.Richie Porte BMC+ 05' 17"
6.Fabio Aru Astana+ 06' 00"
7.Alejandro Valverde Movistar+ 06' 20"
8.Louis Meintjens
Lampre-Merida
+ 07' 02"
9.Daniel Martin Etixx-Quick Step
+ 07' 10"
10.Bauke Mollema Trek-Segafredo+ 07' 42"
14.Sébastien
Reichenbach
FDJ
+ 21' 37"

Die Aufgabe

Der zweifache Etappensieger Tom Dumoulin musste nach einem Sturz rund 60 Kilometer vor dem Ziel aus der Tour aussteigen. Der Niederländer zog sich dabei einen Knochenbruch im linken Unterarm zu. Dumoulin galt zusammen mit Froome als Topfavorit für das olympische Zeitfahren in Rio de Janeiro. «Ich hoffe sehr, dass ich für die Olympischen Spiele wieder rechtzeitig fit bin», liess der 25-Jährige verlauten.

Das Programm

Am Samstag steht für die Fahrer die letzte Alpenetappe auf dem Programm. Das Teilstück führt über 146 km von Megève nach Morzine-Avoriaz. Nicht weniger als zwei Berge der ersten und einer der höchsten Kategorie warten auf die Fahrer. Die 21. und letzte Etappe vom Sonntag führt über 113 km von Chantilly traditionell auf die Pariser Champs Élysées.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.07.2016, 12:50 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von Lorenzo Zgraggen (Lorenzo)
    Liebe Kommentatoren Ich möchte mich bei Ihnen für Ihre kompetente und spannende Moderation bedanken! Chris Froome hat vor kurzem getwittert und sein Frühstück präsentiert. Es war lediglich ein Ei + Avocado und ein bisschen Mozarella. Wie ist es möglich beinahe ohne Kohlenhydrate über die Alpenpässe zu kommen? Diese Ernährungsform ist doch schädlich für den Körper? Knochen, Knorpel, Muskelschwund?? Wenn man Sagan anschaut, dieser sieht voller Energie aus. Gruss aus Luzern
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  • Kommentar von Ch. Helfenstein (Ch. Helfenstein)
    Die Ueberlegenheit mit Doping zu erklären, scheint mir etwas sehr einfach. Einerseits sind die Kontrollen im Radsport gross, seither die Franzosen wieder besser klassiert und sollte Doping im Spiel sein, dann wohl nicht nur bei Froome. Das Glück von Froome beim Sturz, ist die Tatsache, dass Thomas eine ähnliche Körpergrösse hat = vergleichbare Einstellung, er Mannschaftshelfer dabei hatte, Mollema nicht und die kurze Distanz zum Ziel. In der Regel kann man 20- 25 km fahren, bis Grossschmerz.
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Also wundern darf man sich ja schon, dass Froom trotz Sturz, trotz Rad, welches nicht auf ihn abgestimmt ist, am Ende der Etappe keine Zeit einbüsst. Dem 2. vor dieser Etappe ist sein Sturz zum Verhängnis geworden. Ihn hat es im Gesamtklassement nach hinten gespült.
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