Fuentes geht zum Gegenangriff über

Der spanische Dopingarzt Eufemiano Fuentes hat im Prozess um die «Operación Puerto» am Mittwoch in Madrid die Weitergabe des leistungssteigernden Blutdopingmittels EPO bestritten und den Namen eines seiner früheren Kunden enthüllt.

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«Operación Puerto»: Fuentes mit Gegenangriff («sportaktuell»)

2:29 min, vom 30.1.2013

Der berüchtigte Dopingarzt Eufemiano Fuentes geht zum Gegenangriff über: Der von einer zweijährigen Haftstrafe bedrohte Mediziner hat in Madrid die Weitergabe des leistungssteigernden Blutdopingmittels EPO bestritten: «Ich habe dem Blut nur Konservierungsmittel hinzugefügt, die Behandlung erfolgte rein aus therapeutischen Gründen», so der 57-Jährige.

Weiterer Name bekannt

Dafür enthüllte Fuentes einen Namen eines seiner früheren Kunden: Javier Gómez. Der frühere Radprofi stellte nach der Aussage umgehend seinen Posten als Generaldirektor der Jugendstiftung der obersten spanischen Sportbehörde (CSD) zur Verfügung. Der vielfach ausgezeichnete Funktionär habe sich bei ihm «ohne jeden Einwand» wiederholt Bluttransfusionen unterzogen, so Fuentes vor Gericht.

Die rund 200 Sportler, die Fuentes allein zwischen 2003 und 2006 betreut haben soll, müssen nun befürchten, dass sie öffentlich an den Pranger gestellt werden. Der gelernte Gynäkologe sagte, er habe ein Notizbuch mit allen Namen in einem Safe gut verschlossen, «damit es mir niemand klaut». Er sei aber wenn nötig bereit, die Namen preiszugeben.