Grégory Rast gewinnt 6. Etappe - Frank bleibt im «Maillot jaune»

Grégory Rast hat die 6. Etappe der Tour de Suisse über 188 km von Leuggern nach Meilen gewonnen. Mathias Frank konnte die Führung im Gesamtklassement problemlos verteidigen.

Schweizer Tag an der Tour de Suisse: Während Mathias Frank das Leadertrikot verteidigen konnte, holte sich Grégory Rast den Etappensieg. Der 33-jährige Zuger erwischte einen Kilometer vor dem Ziel den perfekten Zeitpunkt, um sich von der vierköpfigen Spitzengruppe abzusetzen und solo die Ziellinie zu überqueren.

«Es war schwierig, den richtigen Moment für den Angriff zu finden», erklärte Rast nach dem Rennen. «Der sportliche Leiter hat mir empfohlen, kurz vor dem Ziel zu attackieren. Zum Glück klappte es, das ist ein grosser Sieg für mich.» Für Rast war es der erste Etappenerfolg an der Schweizer Landesrundfahrt.

Quartett setzt sich ab

Bei strahlendem Sonnenschein hatte sich nach rund 30 Kilometern ein Quartett mit Rast, Mathew Hayman (Au), Alexander Kolobnew (Russ) und Bert Grabsch (De) abgesetzt. Da keiner der Ausreisser den vorderen Positionen im Gesamtklassement gefährlich werden konnte, liess das Feld die 4 Fahrer ziehen.

Die Spitzengruppe harmonierte gut und konnte zwischenzeitlich einen Vorsprung von fast 15 Minuten herausfahren. Bald einmal zeigte sich, dass das Quartett den Sieg unter sich ausmachen würde. Rast setzte sich schliesslich vor Hayman, Kolobnew und Grabsch durch.

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Haussler muss aufgeben

Nach Ryder Hesjedal und Giovanni Visconti musste mit dem Australier Heinrich Haussler vom Schweizer IAM-Team ein weiterer prominenter Fahrer die Tour de Suisse aufgeben. Haussler stürzte in der Startphase zusammen mit zahlreichen weiteren Fahrern und zog sich einen Beckenbruch zu. Er wird längere Zeit ausfallen.

Frank mit ruhigem Nachmittag

Die Rennsituation spielte Leader Mathias Frank in die Karten. Sein BMC-Team hielt sich meist an der Spitze des Feldes auf und hatte das Peloton stets unter Kontrolle. So sah sich der Luzerner keinen ernsthaften Angriffen ausgesetzt. «Es war der perfekte Tag, besser hätte es nicht laufen können», betonte Frank dann auch im Ziel.

Nicht mehr so ruhig dürfte es für den 26-Jährigen morgen Freitag werden. Dann nämlich steht die Königsetappe von Meilen über den Albula ins Engadin nach La Punt mit über 3000 Höhenmetern auf dem Programm. «Das wird bestimmt etwas härtere Arbeit, doch in kenne den Albula ausgezeichnet und bin zuversichtlich», erklärte Frank und fügte schmunzelnd an: «So wie bis anhin darf es weitergehen, daran könnte ich mich gewöhnen.»